Stamm: Titelkampf ohne Test aber mit falscher Nummer

Von Esther Babel
IDM Superstock 1000
Roman Stamm ist ab sofort mit der Nummer 2 unterwegs

Roman Stamm ist ab sofort mit der Nummer 2 unterwegs

So richtig geschmeidig liefen Stamms Vorbereitungen auf die IDM Superstock nicht. Eine Verletzung plagt ihn noch ein wenig und seine Startnummer hat man anderweitig vergeben.

«Ach, was ist schon einfach im Leben», lautet Roman Stamms Antwort auf die Frage nach seinem aktuellen Befinden und dem Blick in Richtung IDM Saisonstart. An diesem Wochenende ist für den Schweizer erst einmal zuschauen angesagt, denn verletzungsbedingt musste er seine Teilnahme beim Langstrecken-WM-Lauf in Le Mans absagen. «Wenn ich mir den Wetterbericht anschaue», fügt er an, «bin ich gar nicht mehr so traurig. Kühl und regnerisch heisst es da. Aber natürlich wäre ich lieber da als daheim.»

Im Dezember hatte sich der IDM Superstock-Pilot vom Team Kawasaki Schnock Motorex bei einem Sturz in Neuseeland im Rahmen eines Strassenrennens verletzt. Stark geprellte Oberschenkel und drei angeknackste Wirbel waren die schmerzhafte Ausbeute. Zurück in der Heimat ging es für Stamm gleich mit Physiotherapie im Bereich der Wirbel los. Dort stellten sich auch rasch Verbesserungen ein, doch die Beine wollten nicht so wie gewohnt. «Joggen ging nicht richtig», beschreibt er, «auch manche Übungen im Fitness-Studio waren sehr schmerzhaft.»

Gegenüber seinem Arzt äusserte Stamm mehrfach seine Sorgen und es blieb die Hoffnung auf Besserung. «Und man muss den Ärzten doch irgendwie glauben.» Es dauerte entsprechend, bis Stamm endlich an einen Spezialisten weitergereicht wurde. Dort wurden dann in beiden Beinen Muskelabrisse festgestellt. «Wenn so was am Ansatz gerissen ist, kann man das gut operieren», erklärt Stamm. «Aber bei mir ist das mittendrin. Da macht man mit einer OP nur noch mehr kaputt. Der aktuelle Status: Noch nicht gut, aber besser. Ich kriege viel Elektro- und Magnetfeldtherapie.»

Das Projekt IDM-Superstock-Titel muss Stamm nun ohne die geplanten Testkilometer angehen und bis zum IDM-Auftakt auf dem Lausitzring will Stamm noch weiter in Form kommen. Auf der Kawasaki gesessen ist er schon. «Die linke Seite ist noch nicht so toll», meint er. «Rechts ist es okay. Aber bei Linkskurven kann ich den Fuss in Schräglage nicht umsetzen und das ist halt einfach doof.»

Nummer 14 vergeben

Zähneknirschend muss Stamm in diesem Jahr auch auf seine persönliche Glücksstartnummer 14 verzichten. Mit der wird IDM-Neueinsteiger Koen Zeelen unterwegs sein. Stamm hatte im Vorjahr kurz drüber nachgedacht, seine IDM-Karriere zu beenden. Dass aus diesem Nachdenken nie eine Tatsachen sondern stattdessen die Kampfansage um den IDM-Titel wurde, war an IDM-Promoter MotorEvents scheinbar vorbeigegangen. Als es auffiel war es schon zu spät, Zeelen hatte bereits eine Zusage für die Nummer 14.

«Ich bekam dann vom Promoter einen Anruf», schildert Stamm, «dass ich doch 2016 mit einer anderen Nummer fahren solle. Man habe geglaubt, ich fahre nicht mehr. Ich finde es ja gut, dass neue Fahrer in die IDM kommen, aber ich war jetzt über zehn Jahre mit der Nummer 14 unterwegs. Ich persönlich kenne den Fahrer gar nicht, aber er hat die Zusage des Promoters. Ich habe mich auch schriftlich an MotorEvents gewandt, dieser Tage kam endlich die Antwort. Es wird nichts mit der 14 und stattdessen fahre ich mit der Nummer 2.»

Den IDM-Titel hat Stamm trotzdem nicht aus den Augen verloren. «Ne, richtig einfach wird das nicht», ist ihm klar. «Aber einfach war so ein Titel auch nie.»

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