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Tod von Rudolf Diesel (55): Unglück oder Selbstmord?
Am 29. September vor 110 Jahren schied Rudolf Diesel, der Erfinder des gleichnamigen Motorenprinzips, aus seinem schöpferischen Leben. Die Todesursache ist bis heute ungeklärt.
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Der Erfinder des Diesel-Motors, Rudolf Christian Karl Diesel, wurde am 18. März 1858 in Paris geboren. Da seine aus Augsburg stammende Familie in Frankreich und später in England lebte, Rudolf Junior aber eine gute Ausbildung zukommen sollte, kam er als kleiner Junge zu Verwandten in die eigentliche Heimatstadt der Familie.
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Die Gewerbeschule, die Industrieschule und sein Studium in München schloss er jeweils als Primus ab. Einer seiner Dozenten war der Erfinder der Eis- bzw. Ammoniak-Kältemaschine, was seinen Einstieg ins Berufsleben beeinflusste. So wurde er zunächst Entwicklungsingenieur für Kältetechnik, wobei er bereits nach einem Jahr zum Direktor des Pariser Zweigwerks aufstieg. Wie so viele andere Erfinder und Tüftler vor ihm, war auch Rudolf Diesel von Dampfmaschinen inspiriert. Auf dieser Technik basierten auch seine Visionen zur Motorisierung. Zunächst entwickelte er neben seiner eigentlichen Arbeit einen Motor, bei dem ebenfalls Ammoniak, nun aber als Treibstoff, zum Einsatz kommen sollte. Doch daraus wurde nichts, da Metalle gegen Ammoniak nicht resistent sind. Die Kernidee, mit hochkomprimierten Gasen zu arbeiten, kristallisierte sich so um 1890 heraus. Sie sollte ihm auch erhalten bleiben. Um sich nun voll und ganz auf die Entwicklung eines neuartigen Motors konzentrieren zu können, suchte er eine Firma, die ihn dabei unterstützte. Diese fand er in der Augsburger Maschinenfabrik, einer Tochterfirma von Krupp in Essen. Dort entwickelte er schließlich in einer separaten Halle und unter strengster Geheimhaltung einen Motor, der mit billigem Schweröl betrieben werden sollte.
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Immer wieder wurde mit verschiedenen Brennstoffen (Benzin, Gase, Kohlenstaub) und Drücken bis über 30 Atmosphären experimentiert. Nach vielen kleinen Schritten vorwärts und ebenso vielen Rückschlägen sollte es bis 1897 dauern, bis der erste Selbstzündermotor problemlos lief. Rudolf Diesel gelang der Durchbruch mit Petroleum.
Die Vorteile des Diesel-Motors, der Luft ansaugt, diese verdichtet wird, Brennstoff eingespritzt bekommt und sich das entstandene Gemisch unter dem hohen Druck selbst entzündet, sind neben dem billigen und ungefährlichen Treibstoff der geringe Verbrauch sowie sein hoher Wirkungsgrad.
Von nun an wurde Rudolf Diesel weltberühmt. Er erhielt eine Vielzahl von Ehrungen und wurde ein gefragter Referent. Sein Motor war die Hauptattraktion auf der Pariser Weltausstellung und auf der "Elektrischen Ausstellung" in New York. Zu Diesels Ruhm kam auch noch Reichtum. Ein amerikanischer Bierbrauer zahlte Diesel eine Million Mark, um in Nordamerika alleiniger Lizenznehmer zu sein. Die Produktion seiner Motoren lief in Augsburg auf vollen Touren, doch die schlampige Verarbeitung ließ ein schlechtes Licht auf Diesel-Motoren fallen. Rudolf Diesel selbst war zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich nicht mehr auf der Höhe seines Leistungsvermögens und konnte somit die Fertigung nicht in erforderlichem Umfang überwachen.
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Die Rufschädigung zerstörte somit auch noch seine seelische Verfassung. Am 28. September 1913 verschwand Rudolf Diesel bei einer Fährüberfahrt im Ärmelkanal und wurde nie wieder lebendig gesehen. Am 10. Oktober fanden niederländische Bootsleute seinen Leichnam im Wasser treibend. Ein Unglück kann nicht ausgeschlossen werden, der Suizid des damals nur 55-Jährigen ist ebenfalls möglich.
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