Hankook kommt näher

Von Guido Quirmbach
LMS
Der Hankook-FBR-Ferrari von Pierre Kaffer / Allan Simonsen

Der Hankook-FBR-Ferrari von Pierre Kaffer / Allan Simonsen

Während der Kampf um den Gesamtsieg fest in Michelin-Hand ist, kommt bei den GT2 nun ein dritter Reifenhersteller den etablierten immer näher.

Vor drei Jahren war in der LMS noch ein normaler Michelin-Kundenreifen das Mass aller Dinge. Doch auch mit Pirelli konnte man den Titel gewinnen, 2006 siegten Joel Camathias und Marc Lieb auf einem Porsche von Autorlando. Dunlop war damals im Nirgendwo.

2007 dann war Pirelli den Michelin-Kundenreifen bereits deutlich unterlegen, doch Dunlop kam wieder. Mit dem Virgo-Team fand man einen Entwicklungspartner, war plötzlich siegfähig und gewann den Titel mit dem Engländer Rob Bell.

Felbermayr-Proton wechselte 2008 auf Michelin-Kundenreifen und war damit dem Virgo-Team unterlegen. Besonders am Nürburgring sah man gegen den gelben Ferrari kein Land, der Titel für Bell/Bruni war die logische Konsequenz.

2009 nun herrscht zwischen JMW, praktisch das Virgo-Team der Vorjahre und dem Felbermayr-Proton-Team in etwa Waffengleichheit. Beide haben Entwicklungsreifen, JMW von Dunlop, Felbermayr-Proton von Michelin. Mal hat der eine leichte Vorteile, mal der Andere, dazu kommen die unterschiedlichen Konzepte mit dem Heckmotor beim Porsche und dem Mittelmotor beim Ferrari.

Doch es bahnt sich langsam aber sicher eine neue Alternative an. Der Hankook-Ferrari aus dem Stall von Horst Farnbacher liess am Nürburgring mit einer Pole Position durch [* Person Pierre Kaffer*] aufhorchen. «Eine Pole im vierten LMS-Rennen find ich schon sensationell» sagt Kaffer.

Im Rennen sind die Gummis aber noch nicht konkurrenzfähig, oder besser: Noch nicht gut genug, zu siegen. Denn gleich im ersten Stint bauen die Reifen besonders ab. «Der erste Stint ist für uns der schwierigste!» gibt Kaffer zu. Der Grund: Der Reifensatz, mit dem die Qualifikation gefahren wird, muss auch am Start verwendet werden. Dieses zweite Aufheizen bekommt den südkoreanischen Gummis noch nicht wirklich. So fiel Kaffer mit seinem Partner [*Person Allan Simonsen*] ziemlich bald zurück. Aber ab dem ersten Reifenwechsel war der Abbau nicht mehr so drastisch, wenn auch immer deutlicher als bei der Konkurrenz von Michelin und Dunlop. Das es nicht fürs Podium gereicht hat, lag laut Kaffer nicht an den Reifen: «Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass wir heute zu viel Zeit an der Box verloren haben!»

Dennoch ist der Wahl-Schweizer zufrieden: «Wir wurden vierte und konnten wieder viel lernen. Schon in Silverstone werden wir wieder einige neue Ideen probieren.»

Keine Frage, es wächst ein Konkurrent für die etablierten Reifenhersteller heran. Ob Hankook auch den letzten Schritt zur Spitze schafft, bleibt abzuwarten, schliesslich schläft man bei Dunlop und Michelin auch nicht. Aber Hankook ist fest entschlossen, den Rückstand aufzuholen und deren Entwicklungstempo ist sehr hoch.

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