Ian Hutchinson: Unglaubliches Comeback beim Macau GP

Von Helmut Ohner
Macau GP Moto
Ian Hutchinson schaffte, was keiner für möglich gehalten hatte. Bei seinem Comeback nach einer 18-monatigen Verletzungspause holte sich der Brite den Sieg beim Macau Grand Prix.

Kurz vor Ende der Nennungsfrist entschied sich Ian Hutchinson zu einem Comeback beim Macau Grand Prix. Erst einige Tage davor stieg der Brite nach einer 18-monatigen Verletzungspause in Donington erstmals wieder auf ein Rennmotorrad. Nach weiteren Tests in Spanien stand fest, dass der achtfache Tourist Trophy Sieger sein für das nächste Jahr geplante Comeback vorverlegen wird.

Bereits im Training sorgte Hutchinson mit seiner Bestzeit für Erstaunen. Den Start ins Rennen verschlief der Yamaha-Pilot, nach zwei Runden hatte er bereits 1,8-Sekunden-Rückstand auf die Spitze. Einmal in Schwung gekommen schafft er rasch den Anschluss. Mit der schnellsten Rennrundeüberholte er in der fünften Runde den Führenden Michael Rutter. Rutter bemühte sich zwar verzweifelt das Tempo von Hutchinson zu halten, doch an diesem Tag war der achtfache Macau-Sieger chancenlos gegen seinen britischen Landsmann.

«Hier am obersten Treppchen des Siegespodests zu stehen ist ein unglaubliches Gefühl», konnte Hutchinson seinen Sieg kaum fassen. «Nach den Testfahrten habe ich gewusst, dass meine Fitness für ein Rennen reicht, dass es aber gleich so gut geht, habe ich nicht erwartet. Es wird einige Tage dauern bis ich realisieren kann, was mir an diesem Wochenende hier in Macau gelungen ist. Auf alle Fälle möchte ich mich bei allen bedanken, die wesentlich an diesem Erfolg beteiligt sind.»

Hinter Rutter holte sich Gary Johnson, der in der Anfangsphase des Rennens sogar kurz geführt hatte, den dritten Platz. Auf den Rängen vier bis sechs folgten mit John McGuinness, Jimmy Storrar und Martin Jessopp drei weitere britische Fahrer. Auf dem siebenten Platz landete der Amerikaner Jeremy Toye auf der BMW des Teams von Rico Penzkofer vor dem Deutschen Didier Grams vom Team Heidger Motorsport.

Für den in Liechtenstein lebenden Österreicher Horst Saiger war der 47. Star River‧Windsor Arch Macau Motorcycle Grand Prix bereits nach wenigen hundert Metern zu Ende. Der Kawasaki-Pilot, der sich nach seiner fünftbesten Trainingszeit Hoffnungen auf einen Spitzenplatz gemacht hatte, wurde nach einem schlechten Start in der Anbremszone der Lisbao-Kurve in den Sturz von Marc Fissette verwickelt.

Während der Schweizer Herve Gantner (Penz13.com BMW Racing Team) bei seinem Debüt mit dem 15. Rang einen guten Einstand auf der 6,12 Kilometer langen Strecke in der Spielermetropole im Süden Chinas hatte, musste sein Landsmann Roman Stamm (Team Bolliger Switzerland) seine Kawasaki bereits nach wenigen Runden mit Motorschaden abstellen.

Ergebnis

1. Ian Hutchinson (GB), Yamaha, 12 Runden. 2. Michael Rutter (GB), Honda, +7,228 sec. 3. Gary Johnson (GB), Honda, +11,673 sec. 4. John McGuinness (GB), Honda. 5. Jimmy Storrar (GB), BMW. 6. Martin Jessopp (GB), BMW. 7. Jeremy Toye (USA), BMW. 8. Didier Grams (D), BMW. 9. Lee Johnston (GB), Honda. 10. Stephen Thompson (GB), Suzuki. Ferner: 15. Herve Gantner (CH), BMW, 19. Sandor Bitter (H), Kawasaki. Schnellste Runde: Hutchinson in 2.25,419.

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