Aspar: «Gesundheit ist die wertvollste Trophäe»

Von Mario Furli
Jorge «Aspar» Martinez

Jorge «Aspar» Martinez

Jorge Martinez und sein Aspar Team reagieren auf den Coronavirus. Beim Moto3-Auftakt in Doha bescherte ihnen Albert Arenas noch einen viel umjubelten Sieg, nun beherrscht auch in Spanien die Pandemie die Schlagzeilen.

«Motorräder sind unser Leben, unsere Leidenschaft, unser Lifestyle… Wir haben immer gedacht: Ohne Motorräder könnten wir nicht leben. Aber das stimmt so nicht. Es gibt wichtigere Dinge – und dazu gehört die Gesundheit», ließ das Aspar Team wissen. Deshalb unterstütze man die Entscheidungen der Dorna, die den WM-Kalender fortlaufend an die jüngsten Entwicklungen anpassen muss.

Zur Erinnerung: Das MotoGP-Rennen in Doha (8. März) wurde abgesagt, der Thailand-GP in Buri Ram wurde auf den 4. Oktober (statt 22. März) verlegt und der US-GP in Austin vom 5. April auf den 15. November, dazu der Grand Prix auf dem Autódromo Termas de Río Hondo vom 19. April auf den 22. November. Gleichzeitig musste Aragón auf den 27. September ausweichen (statt 4. Oktober) und der Valencia-GP wurde zuerst auf dem 22. deponiert und einen Tag später auf dem 29. November endgelagert. Nun wackelt auch der Jerez-GP am 3. Mai, denn Covid-19 breitet sich in Spanien rasant aus.

Für das Aspar Team habe die Gesundheit und das Wohlbefinden der Fahrer, der Teammitglieder und der Fans Priorität. «Aus diesem Grund werden wir ab Montag an von zu Hause aus arbeiten, um uns auf eine aufregende Saison vorzubereiten, die wir genießen wollen – auch wenn wir noch nicht wissen, wann es weiter geht», hieß es weiter.

Teambesitzer Jorge «Aspar» Martinez fügte an: «Wir haben einen aufregenden Start in die Saison erlebt, mit dem Sieg von Albert Arenas in Katar und dem achten Platz von Aron Canet bei seinem Moto2-Debüt. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, um stehen zu bleiben und die Maßnahmen, die von offizieller Seite empfohlen werden, zu befolgen, damit wir die Gesundheit von allen, die in der Entwicklung der Motorrad-WM involviert sind, zu sichern.»

Weltweit wurden mehr als 142.000 Coronavirus-Fälle gezählt. Allein in Spanien kamen am Freitag mehr als 1100 Neuinfektionen dazu, damit erhöhte sich die Zahl der Covid-19-Infizierten im iberischen Land auf 4334, 122 Todesfälle sind zu beklagen (Stand 13. März).

«Das Aspar Team wird immer für den Sieg kämpfen, aber die wertvollste Trophäe wäre jetzt, wenn man diese Gefahr stoppen könnte, damit wir so schnell wie möglich wieder unser normales Leben führen können», wünscht sich der vierfache Weltmeister. «In der Zwischenzeit wird unser Team weiter arbeiten, um für einen erneuten Beginn der Saison in Form zu sein, damit wir den Fans die bestmögliche Show bieten können und uns mit großartigen Ergebnissen für die Unterstützung unserer Sponsoren bedanken können.»

Martinez (1986, 1987, 1988 Weltmeister in der Klasse 80 ccm, dazu 125 ccm 1988) darf sich seit dem Valencia-GP 2019 ganz offiziell als MotoGP-Legende bezeichnen. Als Teambesitzer gewann er die 125er-WM mit Bautista, Talmacsi, Simón und zuletzt 2011 mit Terol – jeweils mit Aprilia.

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