Moto3-WM laut Arbolino: Erfahrung, Glück und Köpfchen

Von Waldemar Da Rin
Moto3
Tony Arbolino gibt sich cool

Tony Arbolino gibt sich cool

Rang 15 klingt für einen Moto3-Titelanwärter nach einer herben Enttäuschung, aber Tony Arbolino (Honda) meinte nach dem Saisonauftakt in Katar: «Dieser 15. Platz gefällt mir, den kann ich akzeptieren.»

Der zehnte Startplatz beim Saisonauftakt in Doha/Katar war nicht das, was sich Tony Arbolino vorgestellt hatte. Der WM-Vierte von 2019 zählt nach dem Aufstieg von Dalla Porta, Canet und Ramirez in die Moto2-Klasse zu den logischen Titelanwärtern in der kleinsten Klasse der Motorrad-WM. Der Snipers-Fahrer setzte sich auf die Frage nach den Favoriten übrigens auch selbst ganz oben auf die Liste.

Im ersten Rennen musste Arbolino aber eine Niederlage einstecken. Der 19-Jährige aus Garbagnate Milanese arbeitete sich zwar schnell an die Spitze des Feldes und kämpfte lange um das Podest mit, in der ersten Kurve der letzten Runde kam es aber zum folgenschweren Kontakt mit Darryn Binder: Der Südafrikaner stürzte, Arbolino konnte die Linie nicht halten und alle Chancen auf ein Top-Ergebnis waren dahin.

Trotz Platz 15 überwog beim Honda-Piloten am Ende das Positive: «Wir haben noch im Warum-up eine große Veränderung vorgenommen, es hat wirklich wenig gefehlt. Wir haben uns in dem Bereich, wo wir etwas gesucht hatten, ein bisschen verbessert. Die Zehntelsekunde, die noch gefehlt hat, habe ich im Rennen dazugetan», schilderte Tony. «Das Motorrad war sehr schnell. Ich habe das Rennen so gemanagt wie im Vorjahr, als ich Siege gefeiert habe. Und ich glaube, dass ich noch ein bisschen stärker bin als im Vorjahr. Wir müssen jetzt einfach konzentriert bleiben und schauen, welches Rennen als nächstes stattfinden wird, denn das wissen wir ja noch nicht.»

Mehr als zehn Fahrer kämpften im Moto3-Rennen auf dem Losail International Circuit bis zum Schluss in der Spitzengruppe mit, ein Fehler reicht, um auf den 15. Platz durchgereicht zu werden. «So ist es. Die Erfahrung, das Glück und die Fähigkeit, auf dem Motorrad noch nachdenken zu können, macht den Unterschied in der Moto3», hielt der Italiener fest. «Ich glaube, dass ich in dem Punkt stärker bin. Aber es hat mir gutgetan; es ist besser, ein Rennen so zu beenden, anstatt 15. zu werden, weil man Probleme mit dem Motorrad hat. Dieser 15. Platz gefällt mir, den kann ich akzeptieren. Ich werde arbeiten, um für den nächsten GP noch stärker zu sein.»

War der Snipers-Honda-Pilot überrascht von KTM? Immerhin bescherte Albert Arenas dem österreichischen Hersteller beim Katar-GP den insgesamt 100. GP-Sieg. «Ein bisschen schon», gab Arbolino zu. «Aber ich glaube, dass die Honda ein großartiges Motorrad bleibt. Wir wissen, wo die Schwachpunkte von KTM liegen. In Katar hatten sie drei Tage, um sich gut aufzustellen. Bei den anderen Rennen, wo es vorher keine Tests gibt, wird der Druck und der Stress größer sein. Wir müssen einfach diese Punkte aufholen, die sie uns beim ersten Rennen abgenommen haben, die 25. Ich bin aber positiv gestimmt und sehe es so: Jetzt beginnt der Aufstieg Richtung Spitze.»

Moto3-WM-Stand nach dem Katar-GP:

1. Arenas, KTM, 25 Punkte. 2. McPhee, Honda, 20. 3. Ogura, Honda, 16. 4. Masia, Honda, 13. 5. Suzuki, Honda, 11. 6. Rodrigo, Honda, 10. 7. Alcoba, Honda, 9. 8. Salac, Honda, 8. 9. Foggia, Honda, 7. 10. Raul Fernandez, KTM, 6. 11. Sergio Garcia, Honda, 5. 12. Deniz Öncü, KTM, 4. 13. Lopez, Husqvarna, 3. 14. Toba, KTM, 2. 15. Arbolino, Honda, 1.

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