Jack Miller lag beim Austin-GP auf dem dritten Platz, pirschte sich an Alex Rins heran und glaubte an den möglichen Sieg. Doch in der siebten Runde baute er den sechsten Sturz des Wochenendes.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Vom zehnte Startplatz hechtete Jack Miller am Sonntag im 20-Runden-Rennen in die Spitzengruppe. Ab Runde 4 begann der Abstand zum Pecco Bagnaia und Alex Rins zu schmelzen, worauf der 28-jährige alles auf eine Karte setzte.
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Die Fahrt am absoluten Limit ging gut bis zur siebten Runde. Dann klappte das Vorderrad ein, und Sekundenbruchteile später waren alle Hoffnungen des Red Bull KTM-Teams und der australische Draufgänger selbst im Kiesbett begraben. Es war, ebenso wie bei allen anderen Pechvögeln des Tages, ein unspektakulärer Ausrutscher, ein Wimpernschlag zwischen voller Schräglage und einem schnellen, wenngleich unabwendbaren Ende. "Das Wort, das mir auf der Zunge liegt, benütze ich lieber nicht. Sagen wir: Es ist unglücklich gelaufen", seufzte Miller mit Galgenhumor. "Unser Paket war wirklich konkurrenzfähig an diesem Wochenende. Der Erfolg war zum Greifen nahe, und es tut mir leid, dass ich das Team enttäuscht habe. Sie haben das ganze Wochenende fantastisch gearbeitet, die Fortschritte im Vergleich zum letzten Jahr sind enorm. Und es war großartig, mit Pecco und Alex in den ersten Runden kämpfen zu können."
Dann kam der Moment, in dem er die sechste Kurve auf einer etwas engeren Spur umzirkelte und beim Umlegen in Kurve 7 besonders viel Last auf dem Hinterreifen spürte. "Beim Ausfedern sorgte das für zusätzlichen Druck am Vorderrad, und das hat den Ausrutscher wahrscheinlich ausgelöst", erkannte Miller nach einem Blick in die Computerdaten.
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Auf vielen anderen Strecken hätte er das einklappende Vorderrad wohl wieder unter Kontrolle gebracht, nicht aber auf dem Circuit of The Americas (COTA). "All diese Stürze waren wirklich seltsam, und es war nichts, was ich tun konnte, um sie abzuwenden", so Miller weiter. "Selbst beim letzten Grand Prix in Argentinien, wo es auch recht wenig Grip gab, konntest du bei einem haarigen Moment den Ellbogen ausfahren und das Motorrad wieder abfangen, so wie es alle von uns tun. Aber die Austin-Piste ist so rutschig und verzeiht so wenig, dass du bei einem solchen Moment den Ellbogen am Boden abstützen kannst, so lange du willst. Das Bike fängt trotzdem an, sich um dich herum im Kreis zu drehen, und es gibt nichts, was es wieder auf Kurs und unter Kontrolle bringen könnte."
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Der beneidenswerte Alex Rins habe es geschafft, das ganze Wochenende über mit dem nötigen Quäntchen Reserve zu fahren, so dass ihm ein ähnliches Missgeschick erspart blieb. "Doch wir lernen aus unseren Fehlern und nehmen das Positive in die Zukunft mit", gab Miller die Losung aus. "Das Positivste ist: Das Motorrad war toll zu fahren, wir waren mit anständigem Speed unterwegs und wurden mit jeder Runde besser. Die Art und Weise, wie das Bike mit den Reifen umgeht, ist beeindruckend. Die volle Stärke der KTM entwickelt sich in den späteren Phasen der Rennen. Jetzt müssen wir nur noch daran arbeiten, auch dorthin zu kommen!"
Ergebnisse MotoGP Austin/USA (16.4.): 1. Alex Rins (E), Honda, 2. Luca Marini (I), Ducati, +3,498 sec 3. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +4,936 4. Maverick Viñales (E), Aprilia, +8,318 5. Miguel Oliveira (P), Aprilia, +9,989 6. Marco Bezzecchi (I), Ducati, +12,049 7. Johann Zarco (F), Ducati, +12,242 8. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +20,399 9. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +27,981 10. Augusto Fernández (E), KTM, +28,217 11. Michele Pirro (I), Ducati, +32,370 12. Jonas Folger (D), KTM, +1:08,065 min 13. Brad Binder (ZA), KTM, +1:23,012 – Stefan Bradl (D), Honda, 2 Runden zurück – Takaaki Nakagami (J), Honda, 9 Runden zurück – Joan Mir (E), Honda, 12 Runden zurück – Pecco Bagnaia (I), Ducati, 13 Runden zurück – Jack Miller (AUS), KTM, 14 Runden zurück – Raúl Fernández (E), Aprilia, 14 Runden zurück – Aleix Espargaró (E), Aprilia, 1. Runde nicht beendet – Jorge Martin (E), Ducati, 1. Runde nicht beendet – Alex Márquez (E), Ducati, 1. Runde nicht beendet
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