Joan Mir: Kontakt zu Gresini? Ducati weiß von nichts
Bei Honda herrscht Aufbruchstimmung. Ja, denn neben Marc Márquez und Alex Rins werden auch Joan Mir Wechselgerüchte nachgesagt. Aber bei Gresini-Ducati ist der Ex-Weltmeister kein Kandidat.
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Bei der Dutch-TT in Assen hat Paco Sanchez versichert, das Verhältnis seines Schützlings Joan Mir zu Honda habe trotz der Vorkommnisse von Mugello nicht gelitten, es sei ausgezeichnet. Der spanische Rechtsanwalt und Manager des MotoGP-Weltmeisters von 2020 hat aber vor einem Jahr regelmäßig beteuert, seine Beziehung zu den Managern der Pierer-Mobility AG sei ausgezeichnet, obwohl die Österreicher die Option auf seinen Fahrer Remy Gardner Ende Juni nicht eingelöst hatten und KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer nach einem verunglückten Interview von Sanchez im Mai 2022 wetterte: "Manche Fahrer-Manager sind die größte Plage, die außer Corona in den letzten Jahren über das Fahrerlager hereingebrochen ist."
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Jetzt wird in Italien berichtet, Joan Mirs Dienste seien bei Gresini Racing Ducati angeboten worden. Aber eine Trennung von Honda trotz eines Werksvertrags bis Ende 2024 wird sich aller Voraussicht nach nicht verwirklichen lassen. Während es Pol Espargaró mehr als ein Jahr dauerte, bis der Spanier die Hoffnung auf bessere Zeiten bei Repsol-Honda aufgab, wirkte der ehemalige Suzuki Ecstar-Werkspilot Joan Mir (25) schon beim zweiten Saisonrennen 2023 in Termas de Río Hondo ernüchtert. Er kam mit der Honda RC213V wie viele einstige und aktuelle Markenkollegen nicht zurecht und wünschte sich ein Bike wie die Suzuki GSX-RR.
In Italien wird berichtet, es gäbe Gespräche zwischen Joan Mir, seinem Management und Gresini. Schon LCR-Honda-Pilot Alex Márquez war nach der Saison 2022 zu Gresini Racing und Ducati geflüchtet.
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Aber bei Gresini Racing besteht mein Bedarf an neuen Fahrer-Kandidaten. Es wird zwar nach 2023 ein Sitz frei, weil der Vertrag mit Fabio Di Giannantonio nicht verlängert wird. Aber für diesen Sitz kommen Franco Morbidelli, Tony Arbolino und eventuell sogar Johann Zarco in Frage, wenn der WM-Dritte Marco Bezzecchi vom Mooney VR46-Team zu Pramac transferiert werden sollte.
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Auch wenn es Paco Sanchez anders sieht: Die Begeisterung für Joan Mir bei Honda hat gelitten, seit sich der Mallorquiner am Freitag beim Mugello-GP eine Fingerverletzung zugezogen hat.
Denn er wurde beim Italien-GP vom Rennarzt für den nächsten Tag für "fit to race" erklärt, hat sich aber nicht nur für den Samstag und Sonntag in Mugello entschuldigt, sondern sich auch in Sachsen (18.7.) in Assen (25.7.) nicht blicken lassen. Er wurde bei der Dutch-TT durch Superbike-Pilot Iker Lecuona ersetzt. Joan Mir hatte nach dem Crash in Argentinien dort schon das Sonntag-Rennen verpasst und bisher bei den ersten acht Grand Prix nur fünf Punkte eingesammelt – für den elften Platz am Sonntag beim Portimão-GP.
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Der Moto3-Weltmeister von 2017 ist seit Monaten verärgert. "Ich bin sehr frustriert", ließ der Weltmeister von 2020 schon nach dem Texas-GP wissen. "Ich bin außerstande, so zu fahren, wie ich fahren will, um meine Stärken ausspielen zu können. Deshalb sieht es so düster aus." Der Repsol-Honda-Neuzugang hatte nach dem Mugello-Crash kein gesteigertes Interesse, sich auf die Honda zu setzen, solange er dauernd über das Vorderrad stürzt. Nach seinem Freitag-Crash im FP2 waren in Mugello noch 25 Minuten zu fahren. Aber Joan Mir ließ sich nicht mehr in der Repsol-Box und bei seiner Mannschaft mit Crew-Chief Giacomo Guidotti blicken. Zwölfmal ist Joan Mit in diesem Jahr bereits gestürzt, fast immer über das Vorderrad. Er belegt dadurch in der Sturz-Wertung einen Spitzenplatz, wie auch sein Teamkollege Marc Márquez (14 Crashes). Bei Ducati Corse wird versichert: Die Gresini-Racing-Verantwortlichen haben Joan Mir für 2024 noch nie ins Spiel gebracht.
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Die drei Anwärter für die Desmosedici GP23 seien weiterhin Morbidelli, Arbolino und Zarco. Daraus machten die Ducati-Manager schon in Goodwood kein großes Geheimnis. MotoGP-Ergebnisse, Assen (25. Juni): 1. Bagnaia, Ducati, 26 Rdn in 40:37,640 min 2. Bezzecchi, Ducati, + 1,223 sec 3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,925 4. Brad Binder*, KTM, + 1,528 5. Martin, Ducati, + 1,934 6. Alex Márquez, Ducati, + 12,437 7. Marini, Ducati, + 14,174 8. Nakagami, Honda, + 14,616 9. Morbidelli, Yamaha, + 29,335 10. Augusto Fernández, KTM, + 33,763 11. Savadori, Aprilia, + 35,084 12. Raúl Fernández, Aprilia, + 39,622 13. Bradl, Honda, + 42,504 14. Folger, KTM, + 45,609 – Di Giannantonio, Ducati, 8 Runden zurück – Lecuona, Honda, 12 Runden zurück – Oliveira, Aprilia, 14 Runden zurück – Bastianini, Ducati, 20 Runden zurück – Viñales, Aprilia, 23 Runden zurück – Quartararo, Yamaha, 24 Runden zurück – Zarco, Ducati, 24 Runden zurück – Miller, KTM, 25 Runden zurück *= ein Platz zurück ("track limits"-Vergehen) Ergebnisse MotoGP-Sprint Assen (24. Juni):
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