MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Stefan Bradl in Sachen Nachwuchs am Start

Von Esther Babel
Stefan Bradl gibt sein Wissen weiter

Stefan Bradl gibt sein Wissen weiter

Der MotoGP-Pilot schaut auch in Richtung Motorsport-Zukunft und engagiert sich tatkräftig für die jungen Talente unter anderem im Northern Talent Cup. Dabei schaut Bradl auch gerne persönlich vorbei.

Im Vorjahr war Ex-Weltmeister Stefan Bradl öfter bei der Honda Talent Challenge aufgetaucht, die im Rahmen der Moto Trophy-Veranstaltungen ihre Rennen austrug. Mit am Start auch einige von Bradl geförderte Talente. Dabei regierte Bradl schon da nicht nur aus der Ferne, sondern zeigte sich als tatkräftiger Lehrmeister, der auch selbst vor Ort erschien, um den Teenagern zu zeigen, wo es langgeht. Einige von ihnen schafften dann auch den Sprung in den Northern Talent Cup 2024, der von WM-Promoter Dorna, Hersteller Honda und dem ADAC ausgerichtet wird.

Kurz bevor Bradl bei der MotoGP am Sachsenring wieder selbst aufs Motorrad stieg, schaute er erneut bei den jungen Talenten des Northern Talent Cup vorbei, die im Rahmen der IDM ihre Runden drehten. «Ich war bei einem Event in der Nähe am Sachsenring», erklärte Bradl im Radio Viktoria Interview mit Eddie Mielke, «und dann habe ich gedacht, ich schau mal wieder bei der IDM in Most vorbei. Im Zuge dessen habe ich mir natürlich auch die Geschichte mit dem Northern Talent Cup angeschaut, wo mir der deutsche Nachwuchs sehr am Herzen liegt und versucht, ein paar Tipps zu geben und zu helfen.»

«Wenn es um Nachwuchs geht, fällt mir immer das Beispiel Valentine Rossi und seine Akademie in Italien ein», geht die Fragerunde durch Mielke weiter. «Die Italiener waren auch mal in einer richtigen Misere, was den Nachwuchs anbetrifft. Mittlerweile haben die wieder ein paar MotoGP-Fahrer. Wie zufrieden bist du mit den Fortschritten? Mittlerweile bekommst du ein wenig Unterstützung vom Verband. Auch Adi Stadler dürfen wir nicht vergessen, er ist auch ein starker Wegbegleiter. Also, wie zufrieden bist du?»

«Ich bin zufrieden», versichert Bradl, «aber du darfst es nicht mit Valentino Rossi und Italien vergleichen. Da haben wir schon ein bisschen andere Mittel zur Verfügung. Aber wir versuchen, alle strategisch zusammenzubekommen und die Kräfte zu bündeln und alles in die Waagschale zu schmeißen, damit wir bald mal wieder einen WM-Starter haben. Realistisch muss man sein und sagen, dass es noch ein paar Jahre brauchen wird. Die Fahrer müssen sich ja vernünftig entwickeln und man muss denen die Zeit geben. Denn viele haben wir nicht zur Verfügung, also will ich auch keinen verheizen. Deshalb heißt es, mit Sinn und Verstand zu fördern.»

«Die heutige Jugend ist auch schon wieder anders», meint Bradl mit einem Augenzwickern zu dem neben ihm stehenden Sandro Cortese. «Anders als zu der Zeit, als wir noch jung waren. Sandro hat es gerade richtig erwähnt, wir sind auch nimmer die Jüngsten und das müssen wir schweren Herzens zu erkennen geben.»
Auch am Sachsenring GP-Wochenende selbst äußerte sich Bradl zum Thema Nachwuchs im Motorsport. Vor einem Jahr hatte er dort angekündigt, künftig gemeinsam mit dem Motorsport Team Germany den Motorrad-Nachwuchs zu fördern.

«Wir hatten Mitte Juli eine Nachwuchssichtung in Oschersleben», nach dem aktuellen Stand dieses Programms gefragt. «Insgesamt sind in diesem Jahr zwei Veranstaltungen geplant. Das ist in der Vergangenheit durch Eigeninitiative entstanden, jetzt eben mit dem Motorsport Team Germany. Ich bin froh über die Zusammenarbeit. Verschiedene Fahrer, die wir gesichtet haben, sind jetzt in unterschiedlichen Rennserien unterwegs, hauptsächlich im Northern Talent Cup. Dort sollen sie sich entwickeln und Erfahrungen sammeln. Zeitlich liegen wir gut im Rennen. Durch die Anhebung der Altersgrenze in der WM können sich die Talente in Ruhe entwickeln.»

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