Gassner-Fest im Erzgebirge

Von Toni Hoffmann
ADAC Rallye Masters
Hermann Gaßner sen.

Hermann Gaßner sen.

Hermann Gassner gewinnt die 50. ADMV Rallye Erzgebirge vor Team-Kollege Ruben Zeltner. Florian Stix auf Rang vier, Martin Kainz ebenfalls in den Top-Ten.

Dritter Gesamtsieg beim dritten Lauf auf deutschen Boden. Erneut kann das Team um Hermann Gassner auf ein erfolgreiches Wochenende blicken. Bei stellenweise immer noch winterlichen Bedingungen mit Eis, Schnee, Kälte und Nebel siegten Hermann Gassner (Surheim) und Beifahrerin Karin Thannhäuser (Ufering) nach einem spannenden Fight mit Team-Kollege Ruben Zeltner im Gaßner-Evo 10 bei der  50. ADMV Rallye Erzgebirge rund um Stollberg. «Dass wir ausgerechnet die Jubiläumsausgabe dieser Traditionsveranstaltung gewinnen konnten, freut uns schon sehr», strahlte das Kathrein Renn- und Rallye Team im Ziel. Einziger Wehrmutstropfen war der frühe Ausfall von Hermann Gassner jr. (Surheim) und seiner österreichischen Beifahrerin Ursula Mayrhofer, die nach einem Ausritt in den Schnee den Mitsubishi nicht mehr selbst befreien konnten und vorzeitig aufgeben mussten.

Die erste Etappe begann erst nach Einbruch der Dunkelheit. Auf zwei Rundkursen, die trotz der widrigen äußeren Umstände von begeisterten Fans umlagert waren, fielen die ersten Entscheidungen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,6 Sekunden gingen Gaßner/Thannhäuser vor Gassner jr. und Ursula Mayrhofer in die Übernachtungspause. 12 Sekunden hinter dem Führungsduo lagen Florian Stix (Bernau) und Co Mike Bonhage (Raubling). Damit waren die ersten drei Plätze von Teams der Rosenheimer Scuderia Kathrein belegt. Der Geschäftsführer des Sachsenrings Ruben Zeltner lies seinen heckangetrieben orsche zuhause und startete kurzfristig auf einem Mitsubishi Lancer in der R4 Version von Gassner Motorsport. Mit  seinem Beifahrer Helmar Hinneberg lag er mit nur 4,4 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz auf einen Podiumsplatz.

Am nächsten Morgen das gleiche Bild: Kälte, Nebel, stellenweise überfrierende Nässe und immer noch jede Menge Schnee auf den Prüfungen. Unbeeindruckt fuhr Hermann Gassner jr. die schnellste Zeit und übernahm die Führung. Weitere Bestzeiten folgten, aber die tolle Vorstellung endete in auf der siebten Wertungsprüfung, als der Mitsubishi Evo X im Schnee feststeckte.

An der Spitze gab es ein spannendes Duell zwischen den dreimaligen (Hermann Gassner) und sechsmaligen Siegern (Ruben Zeltner) der Rallye Erzgebirge mit mehreren Positionswechseln. Florian Stix konnte das Tempo an der Spitze nicht ganz mitgehen und musste die Lokalmatadoren Carsten Mohe (Crottendorf) und Steffen Rothe (Plauen) vorbei ziehen lassen. «Die sind hier zuhause, ich bin diese Rallye noch nie gefahren und muss auf die Punkte für das ADAC Rallye Masters schauen», erklärte der 24-jährige Youngster aus Bernau.

An der Spitze des Feldes blieb die Spannung durch mehrere Führungswechsel bis zum Ende der Rallye zwischen Hermann Gassner und Ruben Zeltner. Im Ziel dann die große Freude des Kathrein Renn- und Rallye Teams über den hart erkämpften Gesamtsieg. Der  strahlende Teamchef war sichtlich stolz auf seine Mannschaft. «Alle Autos liefen dank der guten Vorbereitung und Betreuung der Mechaniker perfekt und problemlos. Die Veranstaltung war super und hat uns auch viel Spaß gemacht. Die Begeisterung der Fans ist hier fast grenzenlos und es ist sensationell vor solchen Zuschauermengen zu fahren. Wir hatten einen super Fight mit Ruben. Der Flo (Florian Stix) hat zwar den letzen Podestplatz verpasst, aber keine Fehler gemacht und seine Division überlegen gewonnen. Der Sieg in der Mannschaftswertung geht ebenfalls an uns. Ein fast perfektes Wochenende! Nach dem zweiten Lauf zur ADAC Rallye Masters liegen mit mir (80 Punkte) und Flo (61 Punkte) nun zwei bayerische Teams der Scuderia Kathrein an der Spitze dieser Meisterschaft».

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