Messe Leipzig 2025: Hersteller müssen sich engagieren

Von Esther Babel
GERT56 macht IDM-Promo

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Durch großes persönliches Engagement fand die Messe statt. 55.000 Besucher fanden den Weg nach Sachsen. Mangelware sind aktuell noch engagierte Hersteller. IDM-Teamchef Wolf bezieht klar Stellung pro Messe.

Anfang Februar startete die Messe Leipzig in die Motorrad-Saison. Ein Plus von rund 30 Prozent in Sachen Aussteller und demzufolge belegter Ausstellungsfläche sowie 55.000 Besucher waren am Messe-Wochenende von Freitag bis Sonntag eindeutige Indikatoren, dass die Motorrad Messe Leipzig endgültig wieder zurück ist. Doch SPEEDWEEK.com-Leser sind ja bekannt dafür, klare Worte zu finden. «Früher war mehr Lametta», urteilt ein Leser. Ein anderer geht sogar noch weiter und richtet seine Kritik explizit in Richtung Hersteller. «Selten so wenig Aussteller gesehen», so sein Kommentar. «Die Importeure halten es fast nicht für nötig, Präsenz zu zeigen. Hallo Ducati, Aprilia, BMW usw., Kawa war mit einem kleinen Stand da. Keine ZX6R/ ZX4R. Scheinbar haben es die Hersteller nicht nötig. Wenn die ganzen Lederjackenverkäufer nicht da gewesen wären, die Halle wäre leer gewesen.»

Dennoch ist die Tendenz steigend und die Messer in Leipzig hat die Wiederholung für 2025 bereits verkündet. Dem Thema Motorsport wurde unter anderem mit zwei Teamvorstellungen Rechnung getragen. Neben den Brüder Orgis war auch das IDM Superbike-Team GERT56 mit seinen Piloten Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig vor Ort. GERT56-Teamchef Karsten Wolf bezog wie immer eine klare Position.

«Vielen Dank für die freundliche Berichterstattung an die Speedweek», erklärte Wolf nach dem Leipzig-Ausflug. «Nachdem die Messe Dresden mit ‚Nichtdurchführung‘ glänzt, haben wir als Sachsen kurzerhand Leipzig zu unserer Heimmesse erklärt und wurden durch den Besucherandrang nicht enttäuscht. Toni Finsterbusch und Jan Jan-Ole Jähnig leben nur eine Auspufflänge vom Messegelände entfernt und so konnten wir am Stand der Motorsport Arena Oschersleben die Besucher persönlich zu unserem Heimrennen vom 31. Mai bis 02. Juni in die Börde einladen. Es war schön, viele bekannte Gesichter wiederzusehen, noch schöner war, viele neue zu treffen. Danke für die launige Vorstellung auf der Bühne bei Bernd Fulk, der mit Witz und Fachverstand die Stimme im deutschen Motorsport schlechthin ist.»

«Ein Wort noch in eigener Sache», fügt Wolf dann an. «Meinen allergrößten Respekt und Dank an Tommi Deitenbach und sein Team von den Motorradmessen. Nicht nur, dass er im strömenden Regen selbst im Außengelände moderierte. Nein, nach der Corona-Pause und allen Unkenrufen zum Trotz engagieren sie sich und stellen ein Programm aus Unterhaltung, Information und verschiedensten Angeboten zusammen. Wer etwas vermisst hat, sollte diese Kritik nicht nur in Richtung Veranstalter, sondern auch in Richtung Hersteller und Ausrüster senden, die durch Abwesenheit ‚Attraktivitätslücken‘ reißen.»

«Wer glaubt», stellt Wolf klar, «Käufergruppen nur über Online-Marketing, Influencer oder ein paar Clips zu erreichen, liegt falsch. Motorradfahrer sind eine Community, die sich gern trifft, die sich austauscht und die Produkte fühlen will. Kehrt zurück mit klugen Konzepten (z.B. Werksunterstützung für regionale Händler und NL), kombiniert eure Angebote (z.B. Serie und Racing, Serie und Trackagenturen wie MAXXAdrenalin, Händlergemeinschaftsstände usw.). Es geht effizient und kundennah, man muss es nur wollen. 55.000 Besucher haben euch hier gezeigt, dass sie da sind und dass sie was sehen wollen. Bitte enttäuscht sie nicht und zeigt euch im Jahr 2025 mit neuen Konzepten und einem Bekenntnis zum persönlichen Kontakt. GERT56 könnt ihr an eurer Seite wissen. Motorsport ist viel zu schön, um ihn anderen vorzuenthalten.»

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