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Das Gift ausgeschwitzt

Kolumne von Roland Resch
Roland Resch kann wieder lachen

Roland Resch kann wieder lachen

Als ich in Australien nach meinem Sturz aufstand, war mir gleich klar, dass das Schlüsselbein gebrochen ist.

Ich dachte mir «Scheisse». Zum ersten Mal hatte ich ein Paket, das richtig funktionierte. Ich lag auf Rang 18, war auf dem Weg in die Superpole, flog letztlich aber nach Hause, um eine langwierige Reha durchzumachen.

Ich musste lange warten, bis der Krankenwagen kam. In der Clinica Mobile wurde ich gut behandelt, anschliessend mit dem Hubschrauber nach Melbourne ins Krankenhaus geflogen. Dort haben sie festgestellt, dass ich mir zweimal das Schlüsselbein gebrochen habe, mein schmerzendes Genick aber in Ordnung ist. Von diesem Moment an haben sie mich liegen lassen – für die nächsten fünf Stunden.

Ich wollte, dass sie mich operieren, sie wollten das aber nicht vor Montag tun. Also bin ich nach Hause geflogen. Mittwoch nach dem Rennen wurde ich operiert, am Samstag begann ich mit der Reha. Drei Wochen habe ich mich intensiv auf mein Comeback vorbereitet.

Das war nicht einfach. Man glaubt gar nicht, wie viel des Nervengiftes einer Narkose im Blut ist – auch noch Tage später. Das musste ich alles erst rausschwitzen. Ich ging zwei Wochen lang fast jeden Tag in die Sauna.

Am Montag nach dem Portimao-Rennen bin ich zum ersten Mal wieder Motorrad gefahren, fühlte mich aber noch sehr schwach. Die letzte Woche vor Valencia habe ich wirklich hart auf dem Rennrad trainiert. Vor drei Tagen bin ich noch etwas auf dem Pannonia Ring gefahren, dort ging es schon wieder sehr gut. Ich hatte fast keine Schmerzen mehr, meine Schulter hält, die Kraft ist wieder da.

Das erste Training in Valencia war okay. Ich kann noch Motorrad fahren. Bis ich wieder in Form bin, dauert es aber noch ein paar Runden. Wenigstens spielt meine Schulter mit. Ich merke nichts mehr von der Verletzung.

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