Petronas FP1: Als MotoGP geplant, an SBK gescheitert

Von Kay Hettich
Superbike-WM

Mit großen Ambitionen und noch mehr Geld wollte der malaysische Ölkonzern in der prestigeträchtigen MotoGP mitmischen. Doch das Projekt erwies sich selbst in der Superbike-WM für nicht konkurrenzfähig.

Als Marketing-Maßnahme ging der malaysische Ölkonzern Petronas Anfang der 2000er Jahre unter die Motorradhersteller. Ursprünglich für die MotoGP gedacht, wurde das Projekt später auf die Superbike-WM umgestellt.

In Zusammenarbeit mit dem Schweizer F1-Rennstall von Peter Sauber wurde das Dreizylinder-Projekt gestartet, dann übernahm Suter die Entwicklung, zum Schluss die italienische Ingenieure von Ricardo. 

In den öffentlichen Verkauf ging das Motorrad nie, aber es war
zulassungsfähig und wurde in ausreichender Stückzahl gebaut. Einzelne Exemplare wurden viele Jahre später versteigert.

Insider munkeln von 30 Millionen Euro, die bei diesem Projekt verbrannt wurden! 

Von 2003 bis 2006 stand das «FP1» getaufte Motorrad in der Startaufstellung. Als Galionsfigur wurde Carl Fogarty gewonnen, der als Teamchef fungierte. In den Händen von Top-Pilot Troy Corser erreichte die Petronas zwei Poleposition und einen Podestplatz in Misano 2004.

Im selben Jahr fuhr der Australier insgesamt 146 Punkte ein und beendete die Saison auf Platz 9. Weil zwischenzeitlich das Hubraumlimit für Vierzylinder-Bikes auf 1000ccm erhöht wurde, waren die Nachfolger von Corser mit dem 900ccm großen Dreizylinder chancenlos. 

Kalender Superbike-WM 2020, Stand 19. März:

28.2.–01.3. Phillip Island/Australien*
offen Assen/Niederlande
offen Imola/Italien
offen Aragón/Spanien
12.6.–14.6. Misano/Italien
03.7.–5.7. Donington Park/England
31.7.–02.8. Oschersleben/Deutschland
04.9.–06.9. Portimão/Portugal
18.9.–20.9. Catalunya/Spanien
03.10.–04.10. Magny-Cours/Frankreich
09.10–11.10. San Juan/Argentinien*
24.10.–25.10. Jerez/Spanien
offen Losail/Katar

Superbike-WM 2020, Stand nach Phillip Island:
Pos Fahrer, Motorrad Punkte
1 Alex Lowes, Kawasaki 51
2 Scott Redding, Ducati 39
3 Toprak Razgatlioglu, Yamaha 34
4 Jonathan Rea, Kawasaki 32
5 Michael van der Mark, Yamaha 31
6 Alvaro Bautista, Honda 20
7 Loris Baz, Yamaha 20
8 Chaz Davies, Ducati 19
9 Leon Haslam, Honda 17
10 Tom Sykes, BMW 17
11 Maximilian Scheib, Kawasaki 10
12 Sandro Cortese, Kawasaki 10
13 Michael Rinaldi, Ducati 7
14 Xavi Fores, Kawasaki 5
15 Eugene Laverty, BMW 5
16 Federico Caricasulo, Yamaha 4
17 Garrett Gerloff, Yamaha 2

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