Michael Rinaldi (4.) braucht im Rennen Schmerzmittel
Als Vierter zog sich Ducati-Ass Michael Rinaldi in den freien Trainings am Freitag auf dem Circuito San Juan Villicum gut aus der Affäre. Angesichts der Folgen seines Sturzes in Portimão sogar sehr gut.
Ordentliche 0,6 sec büßte Michael Rinaldi am ersten Trainingstag der Superbike-WM 2021 in San Juan auf die Bestzeit von Toprak Razgatlioglu (Ducati), doch auf seinen Aruba.it Ducati-Teamkollegen Scott Redding auf Platz 2 fehlen dem Italiener lediglich 0,3 sec. Ducati ist mit vier Piloten in den Top-7 auf der argentinischen Piste generell sehr konkurrenzfähig.
"San Juan ist eine gute Strecke für Ducati", bestätigte auch Rinaldi. "Die Bedingungen waren besser als vor zwei Jahren und ich gehe davon aus, dass sie am Samstag mit jeder gefahrenen Runde noch besser sein werden. Im Moment habe ich noch nicht die Pace für die Top-3, aber es fehlt nicht viel und wir werden weiter an Verbesserungen arbeiten."
Der 25-Jährige humpelt durch das Fahrerlager – eine Folge seines Sturzes im verregneten Superpole-Race in Portimão.
"Nach dem Crash kann ich den rechten Fuß noch nicht normal bewegen", erklärte Rinaldi seine Einschränkung. "Es ist zum Glück nichts gebrochen, aber der Knochen ist geprellt. Die Ärzte sagten mir, das wird einen Monat dauern. Ich kann zwar nicht trainieren, aber mein Bike kann ich damit fahren. In den freien Trainings habe ich auf ein Schmerzmittel verzichtet, für die Rennen werde ich aber eine Pille nehmen."
Rinaldi weiter: "Wenn ich in Linkskurven bremsen will, klappt das nicht richtig. Ich hoffe, dass ich das für Samstag ein wenig verbessern kann. Bei meinem Fahrstil verwende ich die hintere Bremse häufig, weshalb das Gelenk am Ende der Session schmerzte. Es schränkt mich auch nicht derart ein, dass ich deshalb eine Sekunde oder auch nur 0,2 sec langsamer bin. Aber man spürt es und es hindert mich daran, das letzte bisschen herauszukitzeln."
Die Umstellung auf eine Daumenbremse, wie sie viele Rennfahrer standardmäßig verwenden, zieht Rinaldi nicht in Erwägung.
"Das ist eine Sache der persönlichen Vorliebe. Mit meinem Fuß habe ich ein sehr gutes Gefühl für die Bremse. Selbst mit der Verletzung ist immer noch besser, als mit einer Daumenbremse. Ich werde also mit der klassischen Fußbremse weitermachen."
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach