Scott Redding (28): «Toprak macht den Unterschied»

Von Kay Hettich
Scott Redding und Toprak Razgatlioglu

Scott Redding und Toprak Razgatlioglu

Auch wenn Ducati-Pilot Scott Redding seine Kritik an der Fahrweise von Toprak Razgatlioglu nicht verhehlt, respektiert der Engländer das Talent des WM-Leaders – vor allem im Vergleich zu den anderen Yamaha-Piloten.

Nur noch ein Meeting der Superbike-WM 2021 steht aus und es müsste schon eine Katastrophe passieren, wenn Toprak Razgatlioglu beim Saisonfinale auf dem Mandalika Circuit in Indonesien nicht Weltmeister wird. Der Yamaha-Pilot führt die Meisterschaft mit 531 Punkten um 30 Punkte vor Jonathan Rea (Kawsaki) an und kann mit einem zweiten Platz im ersten Lauf die Entscheidung herbeiführen, selbst wenn der Nordire das Rennen gewinnen sollte.

Für Scott Redding, der als WM-Dritter rechnerisch keine Chance auf den Titel mehr hat, ist die Sache bereits gelaufen. Das Paket von Razgatlioglu und der Yamaha R1 ist momentan das beste!

«Toprak fährt wirklich stark und Yamaha hat sehr gute Arbeit geleistet, ihm Motorrad zu geben, mit dem man die Meisterschaft gewinnen kann», sagte Redding im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Er hat seine und die Stärken des Motorrads maximiert. Wir waren alle Zeugen dieses Prozesses. Ich selbst, Jonathan, Kawasaki, Ducati – wir haben es alle gesehen und jetzt geht es nur noch darum, ob wir 2022 etwas dagegen tun können oder nicht. Diese Saison ist im Grunde bereits entschieden.»

Für Redding ist der 25-jährige Razgatlioglu für Yamaha das lange fehlende Puzzleteil.

«Sie hatten ein gutes Motorrad, aber es fehlte bisher ein wenig und ein bisschen auch bei den Fahrern. Für mich hat Toprak einen guten Prozentsatz beigesteuert, aber Yamaha hat das Bike um ihn herum entwickelt. Sie haben an ihn geglaubt und das machte den anderen kleinen Prozentsatz aus. Deshalb haben sich alle Yamahas in diesem Jahr verbessert, aber Toprak eben noch ein bisschen mehr. Der Schwachpunkt der R1 war der Top-Speed und die Verzögerung. Toprak gleichte das Manko auf der Bremse aus und Yamaha hat beim Geschwindigkeit nachgelegt. So lief alles zusammen.»


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Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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