Jerez-Test, Dienstag: Kawasaki deutlich vor Yamaha
Am ersten Testtag auf dem Circuito de Jerez fuhr Garrett Gerloff vom neuen Kawasaki-Werksteam Puccetti Racing die schnellste Zeit. Marcel Schrötter gab sein Debüt mit der Supersport-Ducati.
Der Superbike-Test in Jerez am Dienstag und Mittwoch dieser Woche ist der letzte in diesem Jahr. Während Honda und BMW fehlen, sind Bimota, Kawasaki und Yamaha mit ihren Werksteams sowie das Ducati-Kundenteam Marc VDS anwesend. Bei dichter Bewölkung blieb es am ersten Testtag trocken und nach einem kühlen Vormittag wurde es in den Nachmittagsstunden mit 18 Grad Celsius durchaus angenehm.
Für die schnellste Zeit sorgte Kawasaki-Neuzugang Garrett Gerloff, der die ZX-10RR erstmals unmittelbar nach dem Saisonfinale getestet hatte.
Yamaha hatte den ersten Wintertest ausgelassen und ist mit den Werkspiloten Jonathan Rea und Andrea Locatelli in Jerez. In 1:39,429 min büßte der Rekordweltmeister 0,6 sec auf Gerloff ein, war aber wiederum 0,2 sec schneller als sein Teamkollege. Rea arbeitet in Jerez erstmals mit Oriol Pallares als Crew-Chief.
Für Sam Lowes ging es in Jerez darum, nach einer sturzreichen Saison wieder Vertrauen mit der Ducati V4R aufzubauen. Der Engländer reihte sich mit 0,748 sec Rückstand als Vierter ein.
Bimota ließ am ersten Tag Testfahrer Florian Marino die Basisarbeit verrichten, am Mittwoch steigen Alex Lowes und Axel Bassani auf die neue KB998. Der Franzose fuhr erwartungsgemäß die langsamste Zeit der Superbike-Kategorie.
Hinsichtlich der anwesenden Supersport-Piloten war aus deutschsprachiger Sicht das Debüt von Marcel Schrötter auf der V2-Ducati von Wepol Racing am interessantesten. Nach zwei Jahren mit MV Agusta musste sich der Bayer zunächst an das Motorrad gewöhnen und kam am ersten Tag auf eine 1:44,757 min. Von den schnellsten Rundenzeiten war Schrötter damit gut 1,5 sec entfernt.
Ebenfalls neu auf Ducati ist Valentin Debise, der in Jerez für Renzi Corsi testet. Der Franzose ist einer der besten verfügbaren Piloten der vergangenen Saison und hat für 2025 offiziell noch keinen Vertrag unterzeichnet. In 1:43,765 min sorgte der Routinier für die die schnellste Supersport-Zeit. Zur Einschätzung: Der Rundenrekord stammt aus 2023 von Nicolò Bulega (Ducati) in 1:41,875 min.
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