Shaun Muir (Milwaukee BMW): «Zu wenig abgeliefert»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Shaun Muir will sein Team an der Spitze kämpfen sehen – mit BMW unmöglich?

Shaun Muir will sein Team an der Spitze kämpfen sehen – mit BMW unmöglich?

Der Einstieg in die Superbike-WM war schwerer als erwartet, doch Milwaukee-BMW-Boss Shaun Muir hat einen realistischen Blick auf die Gegenwart und Zukunft – eine Zukunft mit Aprilia.

2015 eroberte das Team des Briten Shaun Muir mit Joshua Brookes und Yamaha die Britische Superbike Meisterschaft. Der anschliessende Wechsel in die Superbike-WM war sportlich und auch aus Sicht der Sponsoren folgerichtig: Mit Milwaukee (Werkzeuge) und Gulf (Schmierstoffe) stemmen zwei international aufgestellte Unternehmen den Großteil des Budgets.

Weil Yamaha aber dem in der Superbike-WM etablierten Crescent-Team den Vorzug gab, wechselte Muir hin zu BMW. Aus den erhofften Top-5-Platzierungen wurde bisher nichts. «Nur eine Komponente ist gleich geblieben und das ist Josh, aber auch er hat einige Umstellungen zu meistern gehabt, logischerweise der Wechsel von Yamaha zu BMW», blickt Muir zurück. «Wir hatten einen etwas schwierigen Start, denn unsere Entscheidung, zu BMW zu wechseln, ist erst im letzten November gefallen und damit hatten wir kaum Zeit zum Testen.»

BMW spricht hinsichtlich der Performance der S1000RR von Top-5-Potenzial, das Althea-Team bestätigte das bereits. Für Milwaukee BMW waren drei neunte Ränge jedoch das Ende der Fahnenstange. «Ich denke, dass wir dieses Jahr zu wenig abgeliefert haben – die meisten von uns akzeptieren das», analysiert Muir kritisch. «Da wir einen Dreijahresplan haben bedeutet das auch, dass es im ersten Jahr ok ist. In den Jahren zwei und drei müssen wir in die Position kommen, konstant in die Top Acht zu fahren, dann kann man hin und wieder auch um das Podest kämpfen.»

Aber Muir hat längst verstanden, dass das Kundensportprogramm von BMW zwar eine hohe Qualität bietet, gegen den enormen Aufwand der Werksteams von Ducati und Kawasaki damit jedoch kein Staat zu machen ist und Siege unmöglich sind. Es zeichnet sich ab: 2017 wird Milwaukee erneut den Hersteller wechseln und sich mit Aprilia verbünden!

«Vorne machen die Kawasaki und Ducati Jungs das Rennen und wir müssen dort ran kommen», betont der ehrgeizige Teamchef, der auch seinen Sponsoren Ergebnisse liefern muss. «Aber im ersten Jahr haben wir alle sehr viel zu lernen und wir erwarten, dass wir daraus im zweiten Jahr daraus Kapital schlagen können, damit wir das Interesse von Top-Piloten auf uns ziehen können und die dann die Spitze angreifen.»

Durch den wahscheinlich anstehenden Wechsel zu Aprilia ist das Interesse von Top-Piloten wie Sylvain Guintoli oder Eugene Laverty längst geweckt!

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