Internationale Sidecar Trophy

Gall und Bachmaier verteidigen die Gesamtführung

Von Andreas Gemeinhardt - 24.06.2014 11:41

21 Teams traten zum dritten Rennwochenende der «Internationalen Sidecar Trophy 2014» auf dem Slovakiaring an. Gall/Crome und Knapton/Roick holten sich die F1-Pokale.

Beim dritten Saisonevent der «Internationalen Sidecar Trophy 2014» standen drei Trainingssitzungen und drei Wertungsläufe auf dem Programm. Die flüssige und schnelle Strecke ist bei den Teams sehr beliebt. Das perfekte Umfeld der Rennanlage und das schöne Wetter am Slovakiaring taten das Übrige für das allgemeine Wohlbefinden der Teilnehmer im Fahrerlager und auf der Strecke.

Im Qualifying sicherten sich Tassilo Gall/Hendrik Crome (D/D) die Pole-Position vor Ken Knapton/Enrico Roick (GB/D). An dritter Position qualifizierte sich mit Günther Bachmaier (A) und Aushilfsbeifahrer Manfred «Yeti» Wechselsberger (A) bereits das erste F2-Gespann, gefolgt von Eckart Rösinger/Andreas Kolloch (D/D), Peter Kimeswenger/Walter Klinglmayr (A/A), Felix Bereuter/Jens Wasiak (CH/D) und Gaststarter Michael Grabmüller (A), der mit seiner Lebensgefährtin Sophia Kirchhofer (CH) im Boot antrat.

Bereits im ersten Training ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem sich das Gespann des Teams Markus Schwegler/Eric Steinert (D/D) mehrfach überschlug. Schwegler verletzte sich nur leicht, Beifahrer Steinert wurde zur Beobachtung in das Krankenhaus eingeliefert, wo eine Gehirnerschütterung und eine Armverletzung diagnostiziert wurden. Inzwischen geht es ihm besser und er wird bald in seine Heimat zurückkehren können. Am Gespann entstand allerdings erheblicher Schaden, der einen Neuaufbau erfordert.

Den Supersprint über sechs Runden gewannen Gall/Crome vor Knapton/Roick. Mit Respektabstand folgten Bereuter/Wasiak, Bachmaier/Wechselsberger und Grabmüller/Kirchhofer. Rösinger/Kolloch schieden bereits nach zwei Runden aufgrund eines Motorschadens aus. Kimeswenger/Klinglmayr wurden Sechste vor Enrico Wirt/Gerd Görlich (D/D) und Norbert Kirst/Ralf Damaschke (D/D), die in dieser Saison den Anschluss an die Spitzengruppe der F2-Gespanne geschafft haben.

Einen sauberen neunten Platz konnten Christian Steiner/Patrick Kristler (CH/CH) aus der Schweiz für sich verbuchen, die Altmeister Chris Baert (B) mit Robin van Halder (NL) hinter sich lassen konnten. Die Neueinsteiger Andreas Böse/Sven Steinbach (D/D) aus der Rennstadt Frohburg beendeten den Supersprint auf dem elften Platz. Die beiden Sachsen haben sich mit konstanten Leistungen bereits im Mittelfeld der Trophy-1000-Wertung etabliert.

Der Sprint über sechs Runden war gekennzeichnet von zahlreichen technisch bedingten Ausfällen. Die beiden Meisterschaftsführenden Gall/Crome (Trophy 1000) und Bachmaier/Wechselsberger (Trophy 600) mussten vorzeitig die Segel streichen. Grabmüller/Kirchhofer konnten sich auch nicht lange an der F2-Führung erfreuen, denn ihnen brach in der dritten Runde das Schaltgestänge.

Die ersten drei Plätze des Sprintrennens schnappten sich mit Knapton/Roick, Bereuter/Wasiak und Kimeswenger/Klinglmayr drei F1-Teams. Bei den F2-Gespannen sahen Wirth/Görlich bis in die letze Kurve als die sicheren Sieger aus, doch ein Ein Fast-Dreher zerstörte ihren Traum vom ersten obersten Podiumsplatz. Rösinger/Kolloch, die ihnen unmittelbar folgten, staubten ihren ersten Saisonsieg ab. Wirth/Görlich wurden Zweite vor Kirst/Damaschke. Mit einem beachtlichen sechsten Platz im Gesamtklassement bzw. dem vierten Platz in der F1-Wertung schnappten sich Böse/Steinbach weitere dreizehn Meisterschaftspunkte.

Nach diversen Reparaturen traten letztendlich alle Teams zum finalen Hauptrennen über fünf Runden an. Gall/Crome unterstrichen mit einem weiteren Sieg ihre Titelambitionen, auch wenn sie sich heftig gegen Knapton/Roick wehren mussten, die sich den zweiten Platz sicherten. Sie wiederum wurden bis ins Ziel von Grabmüller/Kirchhofer attackiert. Bereuter/Wasiak holten sich mit dem vierten Rang weitere 16 Punkte in der Meisterschaftswertung, dort liegen sie bereits auf dem dritten Platz vor Kimeswenger/Klinglmayr, die das Rennen als Sechste hinter Bachmaier/Wechselsberger beendeten.

Rösinger/Kolloch fuhren recht einsam auf dem siebten Platz ins Ziel, gefolgt von Wirth/Görlich, die diesmal überhaupt nicht zurechtkamen. Platz elf ging an die Brüder Christian und Ewald Siegel (D/D), die sich mit ihrer beständigen Art bereits auf den sechsten Platz in der Trophy-600-Wertung nach vorne gearbeitet haben. Hinter ihnen landete das eidgenössische Brüderpaar Albert und Beat Baur (CHC/CH). Für Herbert Vogl/Valentin Marklin (A/D) war der dreizehnte Platz ein versöhnlicher Abschluss. Hatten sie doch einen recht komplizierten Motorwechsel und Beteiligung des halben Fahrerlagers hinter sich.

Böse/Steinbach konnten als Vierzehnte nicht ganz an die gute Leistung aus dem Sprintrennen anschließen. Trotzdem gab es weitere Meisterschaftspunkte für sie, genauso wie für das Ehepaar Rainer und Tanja Crome (D/D). Sie kamen mit der für sie neuen Strecke immer besser zu Recht und konnten ihre Rundenzeiten kontinuierlich nach unten schrauben. Ebenso erging es Alfred Brunner (A) mit Aushilfsbeifahrer Pechsen im Boot. Erst nach einer Eingewöhnungsphase konnten sie sich stetig verbessern. Ihre ersten Rennen fuhren die Oberösterreicher Johannes Plattner und Franz Hamminger (A/A). Die beiden nehmen zwei Zielankünfte, 11,5 Meisterschaftspunkte und viel neues Wissen vom Slovakiaring mit nach Hause.

 Internationale Sidecar Trophy auf dem Slovakiaring © Rösinger Internationale Sidecar Trophy auf dem Slovakiaring Die Teams der Internationalen Sidecar Trophy © Rösinger Die Teams der Internationalen Sidecar Trophy

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