Aus: Die Speedway-Best-Pairs-Serie ist gescheitert

Von Manuel Wüst
Speedway Best Pairs
Team Fogo Power gewann die letzten drei Jahre

Team Fogo Power gewann die letzten drei Jahre

Die Einführung des Speedway der Nationen sowie die geringe emotionale Bindung der Fans an Sponsorenteams ließen die Speedway-Best-Pairs-Serie zu einem Flopp verkommen.

2013 noch an einem Tag ausgetragen und 2014 und 2015 in insgesamt drei Rennen, bot die Speedway-Best-Pairs-Serie im Teamformat einen internationalen Nationenvergleich, welcher der früheren Paar-WM mit drei Fahrern glich. Mit Eurosport wurde ein Partner gefunden, der die Serie im Fernsehen und/oder Internet-Livestream übertrug, die Serie kam 2014 und 2015 mit jeweils einem Rennen nach Deutschland. 2014 machte sie in Landshut Station und 2015 wurde in Güstrow gefahren. Deutschland nahm 2014 noch unter der Regie von René Schäfer an dem Wettbewerb teil und hatte in Landshut mit dem vierten Platz das beste Ergebnis in der Serie. Die beiden anderen Rennen in Thorn und Eskilstuna endeten für das deutsche Team auf dem letzten Platz.

2015 war das deutsche Team ursprünglich nur beim zweiten Rennen in Güstrow mit dabei. Doch Tobias Busch und Kai Huckenbeck fuhren auf den vierten Rang und verdienten sich somit die Wildcard beim letzten Rennen des Jahres in Dänemark.

Für 2016 änderte man die Philosophie hinter den Teams: Statt Nationenteams bestritten fortan Sponsorenteams die Rennserie. Das polnische Team Fogo Power war in allen Jahren siegreich. Aus deutscher Sicht waren zwei Teams dabei. Das Trans MF Pro Race Team um Martin Smolinski konnte 2018 bei der finalen Auflage den dritten Gesamtrang holen, während es in den Jahren zuvor jeweils nur zum vorletzten Platz gereicht hatte. Das City Team war zwei Jahre mit dabei und brachte Tobias Kroner, Kai Huckenbeck, Tobias Busch und Erik Riss zum Einsatz. 2016, 2017 und 2018 machte die Serie jeweils in Landshut Station, wo 2019 ein Event des Speedway der Nationen stattfinden wird.

Die Einführung des Speedway der Nationen als Nachfolger des World Cups und die Umstellung von Nationen- auf Sponsorenteams war nicht zum Vorteil der Best-Pairs-Serie. Von Fans war Kritik zu vernehmen, dass zu den Sponsorenteams nicht die gleiche emotionale Bindung wie zu den Nationalteams vorhanden sei.

Promoter One Sport wird 2019 die Speedway-Europameisterschaft und die U21-Weltmeisterschaft vermarkten und in Zukunft möglicherweise noch etwas Neues präsentieren. «Natürlich haben wir neue Pläne, dazu werden wir uns zu gegebener Zeit äußern», erklärte Medienkommunikationsspezialist Radoslaw Zielinski von One Sport Media.

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