Champion Andrea Locatelli (Yamaha): «Komisches Jahr»

Von Tim Althof
Supersport-WM
Die Freude bei Andrea Locatelli war grenzenlos

Die Freude bei Andrea Locatelli war grenzenlos

Andrea Locatelli gewann am vergangenen Sonntag in Barcelona sein zehntes Saisonrennen in der Supersport-WM und holte sich auf seiner Yamaha vorzeitig den Titel. Er betonte anschließend, wie hart er dafür arbeiten musste.

Niemand zuvor beeindruckte in der Supersport-WM so sehr wie der ehemalige Moto2-Pilot Andrea Locatelli in seinem Debütjahr in der 600er-Klasse. Der Italiener feierte mit seinem Evan Bros Yamaha-Team neun Siege in Folge, musste sich im Chaosrennen am Samstag in Barcelona unglücklich geschlagen geben, schlug am Sonntag dann aber mit dem zehnten Saisonsieg zurück. Den WM-Titel vier Rennen vor dem Ende der Saison zu gewinnen war für ihn der größte Moment in seiner Rennfahrerkarriere und sein Weg dürfte zukünftig steil nach oben führen.

«Es war sehr wichtig, dass wir sauber gearbeitet haben», erklärte Locatelli am Sonntag nach dem Titelgewinn. «Unser Fokus lag durchgehend darauf, uns zu verbessern und weiterzuarbeiten, damit wir uns verbessern können. Ich bin noch jung und ich möchte unbedingt alles verstehen und mich immer steigern, wenn ich auf die Strecke herausfahre. Es geht aber auch darum, neben der Rennstrecke stark zu sein, man muss Tag und Nacht arbeiten, um solch einen Erfolg zu holen.»

Neben den Rennsiegen sicherte sich der 23-Jährige in diesem Jahr bisher alle Pole-Positions und die schnellste Rennrunde in neun von 10 Rennen, doch so einfach, wie es aussah, war es für ihn nicht immer. «Ich bin meiner Familie und den Menschen, die mich so stark gemacht haben, unendlich dankbar, gerade weil dieses Jahr sehr komisch und schwierig für alle ist», sagte der Yamaha-Fahrer und betonte anschließend: «Die Rekorde, die wir aufgestellt haben, sind mir sehr wichtig und es ist fantastisch, dass wir Geschichte geschrieben haben, auch wenn wir nicht damit gerechnet hatten. Es ist wie mit den Masken, die wir jetzt alle tragen: Niemand hätte damit gerechnet, doch mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt.»

Wie die Karriere von Andrea Locatelli weitergeht, steht noch nicht fest, ein Verbleib in der Supersport-Klasse hingegen kommt nach solch einem dominanten Jahr aber wohl nicht in Frage. «Dieser Sieg ist sehr wichtig für meine Rennfahrerkarriere und ich muss wirklich sagen, dass man mit Training sehr viel erreichen kann. Ich bin froh, dass ich in diesem Jahr mein ganzes Potenzial zeigen konnte.»

Stand Supersport-WM 2020 nach Barcelona
Pos Fahrer Motorrad Punkte
1. Andrea Locatelli (I) Yamaha 263
2. Lucas Mahias (F) Kawasaki 159
3. Jules Cluzel (F) Yamaha 146
4. Philipp Öttl (D) Kawasaki 124
5. Raffaele De Rosa (I) MV Agusta 106
6. Corentin Perolari (F) Yamaha 96
7. Steven Odendaal (ZA) Yamaha 95
8. Isaac Vinales (E) Yamaha 90
9. Manuel González (E) Kawasaki 89
10. Hannes Soomer (EST) Yamaha 59
11. Danny Webb (GB) Yamaha 55
12. Péter Sebestyén (H) Yamaha 42
13. Can Öncü (TR) Kawasaki 34
14. Andy Verdoia (F) Yamaha 33
15. Álex Ruiz (E) Yamaha 25
16. Federico Fuligni (I) MV Agusta 21
17. Kevin Manfredi (I) Yamaha 20
18. Axel Bassani (I) Yamaha 18
19. Miquel Pons (E) Yamaha 16
20. Kyle Smith Yamaha 16
21. Loris Cresson (B) Yamaha 11
22. Galang Hendra Pratama (IN) Yamaha 9
23. Patrick Hobelsberger (D) Honda 6
24. Maria Herrera (E) Yamaha 2
25. Jaimie van Sikkelerus (NL) Yamaha 2
26. Luigi Montella (I) Yamaha 1
27. Hikari Okubo (J) Honda 1

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