Andrea Locatelli: Sein unglaublicher Weg zum WM-Titel

Von Kay Hettich
Supersport-WM
Andrea Locatelli ist Supersport-Weltmeister 2020

Andrea Locatelli ist Supersport-Weltmeister 2020

Mit seinem zehnten Saisonsieg krönte sich Andrea Locatelli beim Meeting in Barcelona zum Supersport-Weltmeister. Nie zuvor dominierte ein Fahrer die Konkurrenz so wie der Yamaha-Pilot.

Andrea Locatelli ist ein Phänomen. Als eher durchschnittlicher Rennfahrer wechselte der Italiener von der Moto2- in die Supersport-WM, um dort die gesamte Konkurrenz wie Amateure aussehen zu lassen.

Rückblick: Als Italienischer Moto3-Champion 2013 stieg er in die Moto3-WM 2014 auf, konnte sich dort aber nicht nachhaltig in Szene setzen. In 49 Rennen fuhr er zwei zweite Plätze ein, als WM-Neunter 2016 erreichte er seine beste Gesamtplatzierung. Es folgte der Aufstieg in die Moto2-Klasse, in der Locatelli in 55 Rennen maximal Platz 6 erreichte und 2018 WM-15. wurde.

In der seriennahen Supersport-Weltmeisterschaft stellte der Yamaha-Pilot unglaubliche Rekorde auf: Bei den Meetings auf Phillip Island, Jerez und dem Doppel-Event in Aragón gewann er jede Superpole, jedes Rennen und fuhr jede schnellste Rennrunde.

Mit neun Siegen und 225 WM-Punkten kam Locatelli nach Barcelona und hatte bereits im ersten Rennen die Gelegenheit, sich den WM-Titel zu sichern – das Regenchaos machte ihm einen Strich durch die Rechnung und beendete gleichzeitig seine Siegesserie.

Weil sein erster Verfolger Jules Cluzel (GMT94 Yamaha) in Katalonien verletzungsbedingt fehlt, war Lucas Mahias der einzige Konkurrent, der den vorzeitigen WM-Titel von Locatelli hätte verhindern können. Am Samstag gelang das dem Kawasaki-Pilot mit Platz 2, doch im zweiten Lauf brauchte Locatelli nur einen WM-Punkt mehr einfahren, was er mit dem zehnten Saisonsieg souverän erledigte.

Nach Barcelona liegt der Italiener mit 263 Punkten uneinholbar vor Mahias (159) und Cluzel (146).


Stand Supersport-WM 2020 nach Barcelona
Pos Fahrer Motorrad Punkte
1. Andrea Locatelli (I) Yamaha 263
2. Lucas Mahias (F) Kawasaki 159
3. Jules Cluzel (F) Yamaha 146
4. Philipp Öttl (D) Kawasaki 124
5. Raffaele De Rosa (I) MV Agusta 106
6. Corentin Perolari (F) Yamaha 96
7. Steven Odendaal (ZA) Yamaha 95
8. Isaac Vinales (E) Yamaha 90
9. Manuel González (E) Kawasaki 89
10. Hannes Soomer (EST) Yamaha 59
11. Danny Webb (GB) Yamaha 55
12. Péter Sebestyén (H) Yamaha 42
13. Can Öncü (TR) Kawasaki 34
14. Andy Verdoia (F) Yamaha 33
15. Álex Ruiz (E) Yamaha 25
16. Federico Fuligni (I) MV Agusta 21
17. Kevin Manfredi (I) Yamaha 20
18. Axel Bassani (I) Yamaha 18
19. Miquel Pons (E) Yamaha 16
20. Kyle Smith Yamaha 16
21. Loris Cresson (B) Yamaha 11
22. Galang Hendra Pratama (IN) Yamaha 9
23. Patrick Hobelsberger (D) Honda 6
24. Maria Herrera (E) Yamaha 2
25. Jaimie van Sikkelerus (NL) Yamaha 2
26. Luigi Montella (I) Yamaha 1
27. Hikari Okubo (J) Honda 1

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