Kervin Bos: «Damit lässt sich kein Geld verdienen»

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Bei Ten Kate gibt es für 2021 zwei Szenarien: Abhängig von einer Teilnahme an der Superbike-WM fällt das Engagement in der Supersport-WM aus. Teammanager Kervin Bos erklärt, warum der Einsatz von Youngstern wichtig ist.

Ten Kate Racing ist mit neun Titeln das erfolgreichste Team der Supersport-WM: Die Niederländer gewann zwischen 2002 und 2014 mit Fabien Foret, Chris Vermeulen, Karl Muggeridge, Sebastien Charpentier (2x), Kenan Sofuoglu (2x), Andrew Pitt und Michael van der Mark auf Honda.

2021 sehen wir erstmals seit 2016 wieder ein reinrassiges Supersport-Team von Ten Kate. 2017 bis 2019 fehlte die Truppe aus Nieuwleusen in dieser Klasse, dieses Jahr schickten sie in einer Kooperation mit EAB Racing Steven Odendaal in die Rennen und wurden mit Yamaha WM-Fünfte.

Bis Mitte November will Ten Kate entscheiden, wie das sportliche Engagement 2021 aussieht. Es gibt zwei Szenarien: Wunsch ist, mit einer Yamaha R1 in der Superbike- und mit zwei R6 in der Supersport-WM dabei zu sein – mit einem Spitzen- und einem Nachwuchsfahrer.

Scheitert das am Budget, sollen drei Supersport-Maschinen zum Einsatz kommen: Mit zwei Topfahrern, die um den Titel oder wenigstens die Top3- kämpfen können, und einem Nachwuchspiloten.

Oben auf der Liste steht Ex-Weltmeister Randy Krummenacher aus der Schweiz. Im Fall von drei Piloten, hat Odendaal gute Chancen auf den zweiten Platz. «Ihm fehlt nur ein kleiner Schritt zum Podium», weiß Ten-Kate-Teammanager Kervin Bos.

Der Südafrikaner schaffte es als Rookie in diesem Jahr in 15 Rennen neunmal in die Top-6, beim Saisonfinale in Estoril fehlten ihm nur 0,130 sec zum ersten Podestplatz.

Den dritten Platz soll ein Fahrer aus dem Yamaha-Nachwuchs-Programm bLU cRU besetzen.

«Für uns ist es wichtig, dass wir eine gute Beziehung zu Yamaha haben», unterstrich Bos gegenüber SPEEDWEEK.com. «Außerdem ist Ten Kate immer darum bemüht, etwas mit jungen Talenten zu machen. Damit lässt sich kein Geld verdienen, aber es ist eine gute Erfahrung für das Team. Es ist ein Talent-Pool für die Mechaniker und Fahrer. Das haben wir immer schon so gemacht, um talentierte Mechaniker heranzuziehen. Immer wieder sehen wir bei Kundenteams auf nationalem Niveau sehr talentierte Mechaniker. Du kannst so jemanden aber nicht einfach an die Seite von Loris Baz oder Randy Krummenacher stellen. Also musst du eine Möglichkeit kreieren, wie sie Erfahrungen sammeln können.»

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