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Neues Team MIE Honda: Kommt Yamaha-Zögling Mackenzie?

In der Saison 2020 gab es zum letzten Mal ein permanentes Honda-Team in der Supersport-WM, für 2023 bringt Midori Moriwaki den größten Motorradhersteller zurück.

Supersport-WM

Im Artikel erwähnt


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Ihre beiden Superbike-Piloten hat Honda-Teamchefin Midori Moriwaki für 2023 beisammen: Neben dem Malaysier Hafizh Syahrin wird neu der Brasilianer Eric Granado eine Fireblade pilotieren.

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Erstmals wird MIE Honda nächstes Jahr auch mit zwei Fahrern in der Supersport-Kategorie antreten. Das gibt dem größten Motorradhersteller die Chance, nach 2020 wieder mit einem festeingeschriebenen Team in der mittleren Hubraumklasse vertreten zu sein.

Die Werbung von Honda und der Rennabteilung HRC wurde dieses Jahr im MIE-Team sehr prominent. Noch ist aber schwer abzuschätzen, wie sehr sich HRC – zumindest offiziell – in der Supersport-Klasse einbringen wird.

"Wir werden die Motorräder selbst aufbauen, so sind wir das gewohnt", äußerte sich Moriwaki beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Australien gewohnt zurückhaltend.

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Zum Einsatz kommen wird die im Herbst 2020 vorgestellte, speziell für den Rennsport entwickelte und nur in Japan erhältliche Honda CBR600RR Race Base. Sie hat seitliche Flügelchen und die umfangreichen Motormodifikationen verbessern gezielt das Potenzial für den Racing-Einsatz. Die wichtigste Neuerung ist aber die Einführung von Ride-by-wire, um die in der Supersport-WM seit 2019 vorgeschriebene Einheitselektronik von MecTronik feiner justieren zu können.

Einen der beiden Startplätze wird ein junger Malaysier bekommen: Oben auf der Liste stehen Kasma Daniel und Azroy Anuar, die am 23. Oktober mit Wildcard den Moto2-GP in Sepang bestritten. "Ich rede aber noch mit vielen anderen, das bereitet mir einiges Kopfzerbrechen", so Moriwaki.

Für den zweiten Platz haben inzwischen zahlreiche Spitzenfahrer bei der Japanerin vorgesprochen, unter ihnen Ex-Weltmeister Lucas Mahias, Noch-Triumph-Pilot Stefano Manzi und der letztjährige Britische Superbike-Meister Tarran Mackenzie.

"Tarran hat viel Talent, er ist in der BSB sehr gut", lobte die Teamchefin. "Ich kenne auch seinen Vater Niall sehr gut. Er ist sehr, sehr interessant für mich. Noch haben wir aber keinen Vertrag. Wenn alles korrekt läuft, dann könnte das funktionieren. Ich möchte diese Chance einem sehr hungrigen Fahrer geben. Dieses Projekt ist neu für Honda und es wird nicht einfach. Ich brauche einen sehr mutigen Fahrer, der immer alles gibt."

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Tarran Mackenzie fährt seit 2018 für Yamaha in der BSB, bereits 2016 gewann er für den Hersteller mit den drei Stimmgabeln im Logo die Supersport-Meisterschaft. Seit seinem Superbike-Titelgewinn 2021 hat er mehr als einmal betont, dass er 2023 Weltmeisterschaft fahren möchte. Doch Yamaha hat weder ihn noch den diesjährigen Meister Bradley Ray in das Satelliten-Team von Mirko Giansanti befördert, dort werden Ex-Moto2-Weltmeister Remy Gardner und der zweifache Supersport-Champion Domi Aegerter fahren.

Mackenzie hätte für das Team MotoXracing Yamaha unterschreiben können, die Italiener fahren aber nur die Europarennen. Nachdem Mackenzie abgelehnt hatte, ergriff Ray seine Chance.

Mackenzie hat realisiert, dass er von Yamaha keine Chance in der Superbike-WM bekommen wird. Mit dem Wechsel zu Honda könnte er sich mit hervorragenden Leistungen in der Supersport-WM für das HRC-Werksteam empfehlen, in dem auch 2023 Iker Lecuona und Xavi Vierge fahren.

Die CBR600RR überzeugt seit zwei Jahren in der Japanischen Meisterschaft, jeder im SSP-Paddock geht davon aus, dass sie auch in der WM siegfähig sein wird.

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