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Marcel Schrötter ratlos: Der Abschuss war die Krönung

Nach dem verkorksten Qualifying hatte Marcel Schrötter auch im ersten Rennen der Supersport-WM in Donington Park kein Glück. Federico Caricasulo räumte ihn ab, damit waren fünf schwer erkämpfte Punkte dahin.

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Marcel Schrötter erlebte einen enttäuschenden Samstag auf der Traditionsstrecke Donington Park in England, der mit seinem ersten Nuller der Saison endete. Dennoch hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Situation am Sonntag zum Besseren zu wenden.

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Der 31-Jährige spürte im morgendlichen Warm-up eine leichte Verbesserung, was das Gefühl für seine Rennmaschine angeht. Am fehlenden Speed, was an diesem Wochenende das Hauptproblem ist, konnte er hingegen keine Verbesserung feststellen. Von Startplatz 16 machte er zu Beginn des Rennens eine Position gut, hatte aber im weiteren Verlauf des Rennens Mühe, nach vorne zu kommen.

Der Deutsche ging als Elfter in die letzte Runde, mit dem Italiener Federico Caricasulo direkt hinter ihm. In der letzten Kurve kam es zu einer Kollision zwischen den beiden, nachdem Caricasulo viel zu spät gebremst hatte. Schrötter stürzte und musste das Rennen wenige Meter vor der Ziellinie aufgeben, wodurch er fünf Punkte verlor. Glücklicherweise blieb er unverletzt – der Abschuss war die Krönung eines bislang katastrophalen Wochenendes.

"Donington ist offensichtlich kein gutes Pflaster für mich", hielt der MV-Agusta-Pilot fest. "Auch wenn es etwas besser war, hat sich die Situation kaum verändert. Wir haben es hier sehr schwer. Aus irgendeinem Grund fehlt uns der Speed, obwohl mein Teamkollege im Rennen gezeigt hat, dass es möglich ist, und dass es nicht nur am Motorrad liegt. Aber wir müssen verstehen, warum ich nicht schneller fahren kann, denn ich bin nicht eine halbe Sekunde langsamer als Bahattin Sofuoglu, schon gar nicht in einem Rennen. Wir müssen also eine detaillierte Analyse machen, denn ich habe alles gegeben und bin in jeder Runde ans Limit gegangen. Aber ich konnte nicht schneller fahren. Wenn ich daran denke, mit welchen Leuten ich da draußen auf der Strecke gekämpft habe – das sollte eigentlich nicht der Fall sein. Die Situation ist schwer zu verstehen, deshalb müssen wir ihr auf den Grund gehen, um zu sehen, ob wirklich alles funktioniert und gut ist, wie es sein sollte."

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"Hoffentlich bekommen wir bei der Analyse ein klareres Bild, damit wir am Sonntag wieder besser aufgestellt sind", ergänzte Schrötter. "Ich habe die Gruppe vor mir immer gesehen und bin manchmal näher herangekommen. Ich denke, die Rundenzeiten waren sehr ähnlich, was mich für das zweite Rennen hoffen lässt. Mit einem besseren Start von Platz 11 aus der vierten Reihe wäre es schön, wenn wir von Anfang an um die Plätze 6 bis 9 kämpfen könnten. Nach einem Wochenende wie diesem wäre das aber wieder nur Schadensbegrenzung, und dann müssen wir so schnell wie möglich unseren Speed wiederfinden. Die Saison ist noch lang, und auch wenn der Abstand zu meinen Vorderleuten in der Tabelle größer geworden ist, ist er keineswegs uneinholbar, denn es kann jederzeit etwas passieren. Wir müssen konzentriert bleiben und dafür sorgen, dass wir das Motorrad wieder in Form bringen, damit wir wieder um das Podium kämpfen können."

WM-Leader Adrian Huertas (Aruba.it Ducati) konnte sein Punktekonto mit einem weiteren Sieg auf 161 erhöhen, er liegt jetzt 20 vor Yari Montella (Barni Spark Ducati) und 27 vor Stefano Manzi (Ten Kate Yamaha). Schrötter fehlen auf Rang 4 bereits 57 Zähler.

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