Neues Team, bekannte Namen

Von Ivo Schützbach
Alexander Lundh muss noch viel lernen

Alexander Lundh muss noch viel lernen

Cresto Guide Honda ist ein neues Team in der Supersport-WM. Doch Teammanager Michael Larsson ist ein alter Bekannter.

Das schwedische Team wurde in den letzten Monaten aus dem Boden gestampft, es handelt sich um ein völlig neues Team. Teammanager Michael Larsson war seit 1993 Mechaniker bei seinem Landsmann Johan Stigefelt und verpasste «in neun Jahren nur ein Rennen von Stiggy», wie er sagt.

Letztes Jahr schraubte Larsson im Team Stiggy, musste sich nach dessen Rückzug aber nach einem neuen Betätigungsfeld umschauen. «Alexander Lundh helfe ich schon viele Jahre», sagt Larsson. «Er fuhr letztes Jahr in Schweden die Superbike-Meisterschaft und trat zweimal mit Wildcard im Superstock-1000-Cup an.»

Nach Rang 7 in Brünn reifte die Idee, 2010 die ganze Cup-Saison zu bestreiten. Larsson: «Die beiden Hauptsponsoren Cresto und Guide meinten, dass es vom Medieninteresse viel sinnvoller wäre, in der Supersport-WM anzutreten. Wir einigten uns darauf und sie erhöhten entsprechend das Budget.»

Während des Portimao-Tests hatte das schwedische Team das erste Roll-out, Lundh sass erstmals in seinem Leben auf einer 600er. «Wir planen mit den Sponsoren vorerst für zwei Jahre», sagt Larsson. «Sie haben keine besonderen Erwartungen, was die Ergebnisse anbetrifft. Alles was sie verlangen ist, dass wir in Schweden viel Medieninteresse bekommen.»

Das sollte garantiert sein, da es ausser [*Person 5473 Lundh*] keinen zweiten schwedischen Fahrer in einer Strassen-WM gibt. In Schweden fahren die Motorrad-Stars Speedway-Rennen – Leute wie Tony Rickardsson, Andreas Jonsson oder Antonio Lindbäck sind auch in der landesweiten Klatschpresse bekannt.

«Selbst wenn man Schwedischer Meister auf der Strasse ist, hat man es in der WM sehr schwer», ist sich Larsson bewusst. «Das weiss auch Alexander. Er schraubt selber viel an den Motorrädern, weiss wie man einen Motor zerlegt. Und er sagt selbst, dass wir erst in bessere Teile oder die Elektronik investieren müssen, wenn er schneller als das Motorrad ist. Soweit ist er aber noch nicht.»

In der Tat: Auf den Schnellsten des Portimao-Tests, Vizeweltmeister Eugene Laverty (Parkalgar Honda), verlor der Schwede 4,2 Sekunden.


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