Supersport-WM: FIM stuft Ducati neu ein

Reiterberger: «Haben’s verdient, in die WM zu kommen»

Von Ivo Schützbach
Wenn ein Fahrer in der Superstock-Klasse dominiert, wie es Markus Reiterberger derzeit tut, dann weckt das Begehrlichkeiten bei Superbike-WM-Teams. Der Bayer wird sich jedes Angebot genau anhören.

Nach seinem zweiten Titelgewinn in der IDM Superbike 2015 ging für Markus Reiterberger ein Traum in Erfüllung: Der Obinger unterschrieb für die Jahre 2016 und 2017 einen Vertrag mit dem Team Althea BMW in der Superbike-WM.

Reiti brauste beim WM-Auftakt 2016 in Australien gleich auf Platz 8, in Thailand wurde er Fünfter und Siebter. In Assen überzeugte der BMW-Pilot ebenfalls mit Rang 7, in Malaysia wäre er ohne Motorradprobleme sogar auf Platz 4 gedonnert.

Dann kam das verhängnisvolle Wochenende in Misano, wo sich Reiti mehrere Rückenwirbel brach. Nach seinem Comeback auf dem Lausitzring schaffte er es nur noch einmal in die Top-10, als Neunter in Jerez.

Nach drei Events der Saison 2017 schmiss es Reiterberger bei Althea hin. Das Team ging nicht auf seine Wünsche ein, verständnisvoller, motivierender und menschlicher Umgang sieht anders aus, als es der heute 24-Jährige erleben musste.

«Das Drama damals hätte ich nicht länger gepackt», erzählte Reiti SPEEDWEEK.com nach seinem zweiten Saisonsieg in Assen. «Ich hatte keinen Spaß mehr am Fahren, mein Weg war der richtige.»

Die IDM 2017 gewann er mit 13 von 14 möglichen Siegen, in der Superstock-1000-EM ist er seit drei Rennen ungeschlagen: Jeweils Pole, Sieg und schnellste Rennrunde.

Trumpft ein Fahrer in der 1000-ccm-Nachwuchsserie derart auf, dann interessieren sich auch Teams aus der Superbike-WM.

«So etwas muss man sich gut überlegen und das zehnmal», sagt EM-Leader Reiti nach seinen Erfahrungen mit Althea. «Solche Chancen kriegt man selten – wenn sich einem eine bietet, sollte man sie nützen. Wenn es so kommt, dann werde ich sie wohl auch nützen. Man muss aber auch die Voraussetzungen checken.»

«Momentan bin ich so stark, nicht nur, weil ich einigermaßen fahren kann, sondern auch, weil ich so ein starkes Team habe», lobt der Obinger die Truppe von alpha Racing Van Zon BMW um Werner Daemen. «Sie stehen alle hinter mir und bereiten das Motorrad technisch so vor, dass da nichts passiert. Mit der Abstimmung sind sie immer gigantisch, in dem Team ist alles perfekt gemanagt. Wir alle haben es verdient, in die WM zu kommen. Ich will die nicht alle im Stich lassen, nur damit ich weiterkomme. Ich will schauen, dass es eine Möglichkeit gibt, dass wir zusammen aufsteigen.»

BMW stellt kommenden Herbst die neue S1000RR vor, idealerweise möchte Werner Daemen mit seinem Team, BMW und Markus Reiterberger 2019 Superbike-WM fahren.

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