Bummelei: Markus Reiterberger (BMW) platzt der Kragen

Von Ivo Schützbach
Superstock-1000-EM
Markus Reiterberger

Markus Reiterberger

Auf der Strecke bummeln und auf schnelle Fahrer warten, ist seit Jahren verboten. Markus Reiterberger aus dem Team alpha Racing BMW sprach nach seiner überragenden Superstock-Bestzeit am Freitag in Misano Klartext.

0,605 Sekunden nahm Markus Reiterberger in den beiden freien Trainings am Freitag dem zweitplatzierten Matteo Ferrari auf seiner Ducati 1199 Panigale ab, die folgenden Maximilian Scheib, Axel Bassani und Alessandro Delbianco waren nur unwesentlich langsamer.

Während Reitis Gegner nach der Hälfte des zweiten Trainings alle auf neue Reifen wechselten und damit ihre schnellste Runde fuhren, benützte der Deutsche Meister die ganze Session über den gleichen Satz. Mit fast 30 Runden alten Reifen distanzierte er die Gegner trotzdem deutlich.

Der Obinger musste sich erneut über bummelnde Fahrer auf der Strecke ärgern. Obwohl die Rennleitung solche Vergehen für gewöhnlich ahndet, können es einige Piloten nicht lassen. «Delbianco ist frech, das nervt echt», erzählte Reiti SPEEDWEEK.com. «Der ist wie ein kleines Kind und kann nur im Windschatten von anderen schnell fahren. Delbianco macht das schon das ganze Jahr so. Er fuhr zwei Runden hinter mir, ich konnte ihn aber nicht abschütteln. Ich habe ihn dann vorbeigelassen, gab ihm 300 Meter Luft, dann hat er das Gas zugedreht und sich wieder in meinen Windschatten gehängt. Das ging zweimal so, dann hatte ich die Schnauze voll und fuhr durch die Boxengasse. Dann konnte ich meinen Rhythmus fahren.»

Als Schnellster auf der Strecke ist Reiti ein beliebtes Zugpferd. Seine Zeit ist 0,2 sec besser als die schnellste Rennrunde in Misano, auf den Pole-Rekord 1:36,384 min (Lorenzo Savadori 2015) fehlen ihm nur noch knapp 2/10 sec.

«Ich fuhr mit gebrauchten Reifen 1:37 min tief und fühlte mich gut», unterstrich das BMW-Ass. «Für mich machte es keinen Sinn, neue Reifen zu verballern. Am Wichtigsten ist, für die Renndistanz zu arbeiten. Also fuhr ich noch vier 1:36er-Runden und konnte das kaum glauben. Das waren gute Runden, ich habe riskiert. Sonst kann man mit 30 Runden alten Serienreifen keine solchen Zeiten fahren. Mit neuen Reifen muss noch eine halbe Sekunde drin sein – wenn nicht sogar mehr. Vielleicht schaffe ich 1:35 min, das ist mein Ziel. Theoretisch ist das möglich, aber wir müssen schauen, wie nach dem Regen der Grip am Samstag ist. Wenn es so furchtbar heiß ist, dann wir es immer schwieriger. Heute waren die Bedingungen gut, weil es kühler war.»

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