Dominic Schmitter: SM-Sieg im Spritspar-Modus

Von Esther Babel
Strassen-SM

Beim zweiten Lauf der Schweizer Meisterschaft auf dem Slovakiaring geht Schmitters Taktik auf. Sieg trotz Spritmangels. Sein Dauerrivale Patric Muff wird Dritter. IDM-Pilot Jan Mohr quetscht sich dazwischen.

Der Sieg im ersten Lauf der Schweizer Meisterschaft ging am Samstagnachmittag an Patric Muff vom Team Hess Racing. Die Piloten der Superstock 1000 Kategorie waren zu ihrem vierten Rennwochenende auf dem Slovakiaring unterwegs. In Brünn hatte Muff gegenüber Dominic Schmitter vom Team BCC Heilbronn powered bei HPC Suzuki noch das Nachsehen. Beim Top-Speed sah er gegenüber seinem Dauerrivalen Schmitter alt aus und dessen Auspuff nur von hinten.

Am Slovakiaring musste Schmitter zurückstecken. Seine Suzuki fasst nur 17 Liter Sprit, zu wenig, um über die Distanz zu kommen. Nach der Pole-Position von Schmitter hatte er sich auch im ersten Rennen an die Spitze gesetzt. Doch als Schmitter der Saft ausging, preschte Muff vorbei und schnappte sich den Sieg. Denn in der Schweizer Meisterschaft wird nicht auf die Gesamtdistanz geschaut, sondern die Fahrer sollen 30 Minuten unterwegs sein.

Am Sonntag ging es für die Piloten der Schweizer Meisterschaft bei angenehmen 21 Grad zum zweiten Rennen. Schmitter nahm vom Start weg das Zepter in die Hand, knapp dahinter lagen Muff, Michael Ghilardi, Jonathan Crea und der IDM Superbike-Pilot Jan Mohr vomo Team MPB Racing. Das Feld blieb in der Anfangsphase an der Spitze eng beieinander. Schmitter im Sprit-Spar-Modus, Mohr, Ghilardi und Muff bildeten ein ansehnliches Quartett.

Doch spätestens ab der fünften Runde zeigte Schmitter, wer Herr im Haus am Slovakiaring war. Meter für Meter setzte er sich von den Kollegen ab. Eine Sekunden hinter ihm war Gastfahrer Mohr unterwegs, mit Muff am Hinterrad. Ghilardi hatte sich da vom Kampf um die Podestplätze bereits verabschiedet und musste das Trio an der Spitze ziehen lassen. Zur Halbzeit hatte Schmitter seinen Vorsprung mit tiefen 2.06er-Zeiten bereits auf 1,7 Sekunden ausgebaut.

Zwei Runden später bereits auf knapp drei Sekunde. Weder Mohr noch Muff konnten die Zeiten des Suzuki-Piloten mitgehen. Die beiden hatten eher miteinander zu tun. Mohr, der letztes Jahr noch im Yamaha Cup unterwegs war und sich am Freitag noch ein paar Tipps von Instruktor Max Neukirchner geholt hatte, leistete die Führungsarbeit. Doch abschütteln liess sich Muff nicht.

Die letzten Runden musste Schmitter wieder langsam tun. Der Sprit ging zur Neige und schlug sich entsprechend negativ auf seine Rundenzeiten nieder. Aber der Vorsprung, Schmitter konnte nur noch 2.08er-Zeiten fahren, schrumpfte nur allmählich. Doch die beiden Yamaha-Piloten Mohr und Muff kamen näher, aber nicht nahe genug.

Schmitter rettete sich mit einem 0,8 Sekunden Vorsprung als Sieger über die Ziellinie. Dahinter tauchte Mohr als Zweiter auf. Muff hatte in der letzten Runde noch den Anschluss an den Österreicher verloren, hatte aber vor den Hintermännern über zehn Sekunden Vorsprung. Nach Platz 2 und Platz 1 bleibt Schmitter nach wie vor Führender in der Schweizer Meisterschaft.

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