SM-Sieg für Schmitter – Showdown am Sonntag

Von Esther Babel
Strassen-SM
Dominic Schmitter

Dominic Schmitter

Mit seiner Suzuki vom Team BCC Heilbronn HPC Racing ist Dominic Schmitter bei der Schweizer Meisterschaft in Brünn am Start. Am Sonntag entscheidet sich, ob er den Titel holt oder nicht.

Vom IDM-Superbike-Lauf in Assen ging die Reise für Dominic Schmitter gleich weiter zum Finale der Schweizer Meisterschaft ins tschechische Brünn. «Wir konnten in jedem Rennen in dieser Saison die erste Startposition einfahren», berichtet er nach seiner erneuten Pole-Position. «Das Motorrad liegt richtig gut.» Hinter ihm hatte Dauerkonkurrent Patrick Muff Platz genommen.

Lauf 1 am Samstagnachmittag war dann nichts für schwache Nerven – den Sieg hat er am Ende aber trotzdem geholt. «Das war mit Abstand das nervenzerreißendste Rennen dieser Saison», so der Suzuki-Pilot. «Es kamen sehr sehr dunkle Wolken zum Rennen.
Ich sah schwarz. Mein Start war gut. Ich war vorne. Doch dann kam er, der Regen. Ich habe sofort die Führung abgegeben, damit ich kein unnötiges Risiko eingehe. Die Strecke wurde feuchter und feuchter. Zwei Kurven waren schon eher nass. Ich versuchte das Risiko so klein wie möglich zu halten und habe erst attackiert als es wieder trocken war. Als ich dann an meinen Gegnern vorbei fuhr, habe ich die Sache verwaltet. Ich hatte zwar ein super Gefühl, aber es wäre dumm gewesen zu pushen und so auf dem feuchten Asphalt auszurutschen.»

In trockenen Tüchern ist das Ding mit dem Titel allerdings noch nicht. Mit 22 Punkten Vorsprung vor Muff geht Schmitter in das letzte Rennen. «Ich glaube», grübelt Schmitter, «in der kommenden Nacht schlaf ich nicht gut. Ich bin doch aufgeregter als ich dachte. Irgendwie hab ich nicht erwartet, dass es so wird.»

Immerhin soll das Wetter am Sonntag eine klare Sache mit viel Sonne werden. «Da ist super», ist Schmitter erleichtert. «Je heißer desto besser für unser Motorrad. Am liebsten sind mir 40 Grad Asphalt-Temperatur. Da wir mit der Suzuki eh etwas weniger mechanischen Grip haben, käme mir das entgegen. Für mich ändert sich nichts, aber der mechanische Grip bei den anderen wird schlechter.» Für Schmitter wäre es der erste Titel überhaupt in seiner Karriere.

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