Michael Dunlop holt Platz 2 für Pirate Racing

Von Andreas Gemeinhardt
Strassensport Sonstiges
#3 Michael Dunlop und #6 William Dunlop (Archiv Frohburg 2008).

#3 Michael Dunlop und #6 William Dunlop (Archiv Frohburg 2008).

Die Brüder William und Michael Dunlop machten beim legendären Ulster Grand Prix im Rennen bis 250ccm den Sieg unter sich aus.

Das Pirate-Racing-Team, welches unter der Leitung der beiden Ex-Rennpiloten Rico Mendel und Norman Rank seit einigen Jahren erfolgreich bei internationalen Strassenrennen sowie mit einem Team in der IDM 125 auftritt, konnte am vergangenen Wochenende beim legendären Ulster Grand Prix im Rennen bis 250ccm einen sauberen zweiten Platz verbuchen. Mit dem nordirischen Lokalmatadoren und TT-Sieger Michael Dunlop schickte das deutsche Team einen der besten Roadracing-Piloten an den Start des «schnellsten Strassenrennens der Welt».

Gefahren wird auf der zwölf Kilometer langen Naturrennstrecke in der Nähe von Belfast. Mendel und Rank sind in ihrer aktiven Zeiten selbst auf dieser gefährlichen Piste unterwegs gewesen und können somit gut beurteilen, wie die Leistung ihres Schützlings einzuschätzen ist. Michael Dunlop zeigte bereits im Training mit dem dritten Startplatz, dass mit ihm zu rechnen ist. Im Rennen selbst kämpfte Dunlop nach schlechtem Start um den Sieg und hatte am Ende des Rennes lediglich um einige Zehntelsekunden das Nachsehen hinter seinem Bruder William Dunlop.

«Es war ein überrundeter Fahrer, der Michael um den Sieg brachte», hält Rico Mendel fest. «Als die beiden Führenden auf den langsamen Piloten aufliefen, blieb dieser auf der Ideallinie, da ihm, wie in Irland üblich, keine blauen Flaggen gezeigt wurden.» Das Resultat war jenes, dass William den Piloten gerade noch vor einer Kurve überholen konnte und für Michael danach keine Lücke mehr blieb. Diese Situation beeinflusste leider den Rennausgang, denn die wenigen Meter, die Michael dabei verlor, waren am Ende jene, die sein Bruder im Ziel an Vorsprung hatte.

«Trotz allem bekamen wir und die endlos vielen Zuschauer ein wahnsinnig enges Rennen zu sehen, welches sicher in die Geschichte des Real-Roadracings eingehen wird», sagte Mendel anschliessend. «Denn zuletzt waren Szenen wie diese zu erleben, als die Brüder Joey und Robert Dunlop gemeinsam um Siege kämpften. Michael überzeugte uns wieder einmal durch sein brillantes Fahrgefühl auf Strecken wie dieser. Unglaublich was der Bursche, der noch nie ein Fitnessstudio von innen gesehen hat, in der Lage ist zu leisten. Hut ab und Gratulation!»

Ulster Grand Prix 2009 – Ergebnis 250ccm
1.   William Dunlop (Honda)
2.   Michael Dunlop (Honda)
3.   Paul Owen (Honda)
4.   Christian Elkin (Honda)
5.   Nigel Moore (Honda)
6.   Lee Vernon (Honda)
7.   Adrian McFarland (Aprilia)
8.   Kevin Strowger (Honda)
9.   Sam Dunlop (Yamaha)
10. Peter Wakefield (Honda)
11. Paul Maguire (Honda)
12. Bryan Harding (Honda)
13. Colin Wilcock (Yamaha)
14. Mark Waddel (Honda)
15. Mick Chatterton (Honda)
16. Martin Currams (Honda)

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