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Trauer in Jerez: Schweigeminute für Dean Vinales (15)

Von Ivo Schützbach
Über acht Jahre war es her, dass das SBK-Fahrerlager durch einen tödlichen Unfall auf der Rennstrecke erschüttert wurde. Um 10.15 Uhr nahmen die Paddock-Mitglieder in Jerez Abschied von Dean Berta Vinales.

So hart es sich anhört, aber heute wird auf dem Circuito de Jerez wieder Normalität einkehren, nachdem die Rennen der Superbike- und Supersport-WM am Samstag nach dem verhängnisvollen Unfall gestrichen wurden. Jedes Mitglied des SBK-Paddocks hat den Tod des erst 15-jährigen Dean Berta Vinales auf seine Weise verarbeitet oder tut es noch, leider zeigt sich diese Schattenseite des Sports immer wieder.

Der Teenager war in der elften Runde des ersten Supersport-300-Rennens am Samstagnachmittag nach Kurve 1 in Jerez in einen Massensturz von fünf Piloten verwickelt. Neben Vinales waren Daniel Mogeda, Harry Khouri, Alejandro Carrion und Victor Rodriguez involviert. Das Rennen wurde sofort abgebrochen, doch für Vinales kam jede Hilfe zu spät: Seine Kopf- und Oberkörperverletzungen waren zu schwer, am Boden liegend war er von mehreren Gegnern überfahren worden.

Um 10.15 Uhr am Sonntagmorgen trafen sich die Paddock-Mitglieder auf dem Grid, um mit einer Schweigeminute von Dean Abschied zu nehmen – niemand schämte sich seiner Tränen.

Einige Fahrer der Supersport-300-Klasse werden auf die Teilnahme am zweiten Rennen am Sonntag um 15.15 Uhr verzichten, im Warm-up fehlten sechs. Auch Superbike-WM-Pilot Isaac Vinales (Orelac Kawasaki), wie der ebenfalls anwesende MotoGP-Pilot Maverick ein Cousin von Dean, verzichtet verständlicherweise.

Letztmals trauerte das SBK-Paddock am 27. Mai 2017 in Donington Park um einen seiner Piloten, damals wurde Nicky Hayden die letzte Ehre erwiesen. Der Unterschied: Der Amerikaner verlor sein Leben bei einem Verkehrsunfall mit dem Rennrad und nicht auf der Rennstrecke.

Den letzten Toten in einem Rennen beklagte das SBK-Fahrerlager am 21. Juli 2013 in Moskau. Damals stürzte der 25-jährige Supersport-Pilot Andrea Antonelli bei strömendem Regen in der Gischt der Startrunde und wurde am Boden liegend von Lorenzo Zanetti tödlich getroffen.

Gleich erging es Craig Jones im Supersport-Rennen am 4. August 2008 in Brands Hatch, der ausgangs der letzten Kurve von seiner Honda geschleudert und auf dem Asphalt schliddernd vom nachfolgenden Andrew Pitt am Kopf erwischt wurde.

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