Trotz Gefahr Interesse an Tourist Trophy ungebrochen

Von Helmut Ohner
Die deutschsprachigen Aushängeschilde Julian Trummer (li.) und David Datzer

Die deutschsprachigen Aushängeschilde Julian Trummer (li.) und David Datzer

Es ist die gefährlichste Veranstaltung der Welt, trotzdem ist das Interesse an den Rennen zur Tourist Trophy teilzunehmen ungebrochen. Dieses Jahr haben 192 Fahrer aus 25 Ländern ihre Nennung abgegeben.

Seit 1907 werden die Rennen zur Tourist Trophy auf der Isle of Man ausgetragen. Wie zu dieser Zeit üblich gab es keine permanenten Rennstrecken, die Fahrer mussten auf öffentlichen Straßen im Kampf um Meter und Sekunden Leib und Leben riskieren, um am Ende als Sieger hervorzugehen.

Während sich seit damals auf WM-Niveau betreffend Sicherheit einiges verändert hat, geht es auf dem über 60 Kilometer langen Snaefell Mountain Course immer noch in atemberaubendem Tempo vorbei an Hausecken, Garteneinfriedungen, Steinmauern oder Telegrafenmasten und über Brücken und Bodenwellen.

Wenn man nach einem Fahrfehler oder technischen Defekt im örtlichen Krankenhaus landet, muss man von Glück sprechen. Viel zu oft nahmen Unfälle in der Vergangenheit einen schlimmeren Verlauf wie die lange Liste an tödlich verunglückten Rennfahrern zeigt.

Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser latenten Gefahr, die bei der Tourist Trophy als unsichtbarer Beifahrer mitfährt, zeigt das Nennergebnis nach dem gestrigen Ende der Anmeldefrist, dass das Interesse der Aktiven ungebrochen ist.

Für die diesjährige Veranstaltung haben 192 Fahrer und Fahrerinnen aus 25 Ländern ihre Nennung abgegeben, allein 84 davon in den Klassen Superbike bzw. Superstock. In der Supersport-Kategorie wurden 104 Anmeldungen gezählt, bei den Supertwins 86 und in der Seitenwagen-Klasse wollen 34 Teams teilnehmen.

Aus deutschsprachiger Sicht haben sich die beiden Deutschen David Datzer und Patrick Hoff – für ihn ist es die TT-Premiere – eingeschrieben. Dazu kommt mit dem Österreicher Julian Trummer der schnellste Pilot auf dem Snaefell Mountain Course, dessen Muttersprache nicht englisch ist. Der Schweizer Lukas Maurer ist dieses Jahr nicht dabei.

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