12h Sebring: Schreiben Bourdais & Co. Geschichte?

Von Oliver Runschke
United SportsCar Championship

Die 24h-Daytona-Sieger von Action Express Racing sind top vorbereitet und haben in Sebring die Chance auf das «Double». Doch hält der Coyote-Chevrolet?

Das «Tripple» – ein Sieg in Daytona, Sebring und Le Mans können Sébastien Bourdais, Christian Fittipaldi und Joao Barbosa, die Sieger der 24h von Daytona Ende Januar im Action Express Coyote-Chevrolet Corvette DP nicht schaffen. Der Daytona-Prototyp der 24h-Daytona-Sieger ist in Le Mans nicht zugelassen, aber immerhin das «Double» mit einem Sieg bei den «36-Stunden von Florida», den 24h von Daytona und den 12h von Sebring ist machbar. Bourdais schaffte dafür mit der Pole Position für die 62. Ausgabe der 12h von Sebring die besten Voraussetzungen.

Im freien Training deutete noch wenig auf die Pole von Bourdais hin, an der Spitze dominierten die Riley-Ford von Ganassi und Shank Racing. Doch im Qualifying schaffte Bourdais eine Punktladung. Die starke Leistung liegt auch den Vorbereitung von Action Express. Das Team von Bob Johnson bereitete sich so früh und so akribisch auf die neue Saison wie keine andere Mannschaft. Action Express liess keinen Vorsaisontest aus, rückte schon im November in Sebring mit den neuen Updates der Daytona Prototypen (mehr Power, Aero, Diffuser) aus, setzte die Bestzeit und wiederholte das beim Vortest im Februar nochmals.

«Es war eine gute Runde», sagte Bourdais, der als erster Fahrer in Sebring mit einem DP unter 1:52 Min. fuhr über das Qualifying. «Im freien Training haben wir kaum eine richtige Runde zusammengebracht, da der Verkehr so stark war. Man konnte im freien Training nur schwer feststellen, ob das Auto wirklich gut lag und wie die Balance ist, da man keine drei Kurven fahren konnte, ohne wieder im Verkehr zu hängen. Im Rennen wird es nicht einfacher, aber zumindest wissen wir nun, was das Auto kann. Nach Daytona haben wir nun eine gute Ausgangsposition. Die Pole ist toll, aber nun heisst es alles auf Anfang und schauen, wo wir im Rennen landen.»

Action Express hat in Sebring zwei Eisen im Feuer. Deren zweiter Coyote-Chevy ist mit den Brüdern Burt und Brain Frisselle, den Söhne vom 1977er-Sebring-Sieger Brad Frisselle und dem von Gainsco gewechselten Jon Fogarty ebenfalls stark besetzt.

Während das Action-Express-Team bestens vorbereitet ist, schwebt aber generell ein Fragezeichen über der Dauerhaltbarkeit der Daytona Prototypen. Die eigentlich «kugelsicheren» DP starten in diesem Jahr erstmals in Sebring und dazu auf einer material-mordenden Strecke in einer Technikkonfiguration, mit der die grobschlächtigen Prototypen bisher noch nie in ein Rennen gestartet sind.

Schaffen Bourdais und Co nach Daytona auch den Sebring-Sieg, schreiben die Piloten von Action Express ein kleines Stück Sportwagengeschichte. Der Sieg in Sebring und Daytona im gleichen Jahr gelang zuvor erst vier anderen Teams, zuletzt Giampiero Moretti, Mauro Baldi und Didier Theys im Ferrari 333SP im Jahr 1998.

Die 12h von Sebring starten am Samstag um 15:15 Uhr deutscher Zeit und werden im Livestream in voller Länge auf imsa.com übertragen.

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