Watkins Glen: Späte Gelbphase raubt Oak-Morgan Sieg

Von Oliver Runschke
United SportsCar Championship

Richard Westbrook/Michael Valiante holen ersten Saisonsieg, den der Oak-Morgan-Nissan bei den 6h von Watkins Glen nach einer späten Gelbphase verpasste. Dritter GT-Sieg für Corvette in Folge.

Eine Runde entschied bei den 6h von Watkins Glen, dem sechsten Lauf der United SportsCar Championship, über den Sieg: Alex Brundle lag im Oak-Morgan-Nissan am Ende der ersten zweiten Gelbphase 12 Minuten vor dem Rennende an der Spitze und war auf dem Weg zum ersten Sieg, dann machte dem Sohn von Ex-Le-Mans-Sieger Martin Brundle der Restart einen Strich durch die Rechnung. Richard Westbrook powerte sich von Position zwei aus im Spirit of Daytona-Coyote-Chevrolet mit einem erheblichem Topspeedvorteil an seinem wehrlosen Landsmann vorbei in Führung, der zudem darunter litt, dass sein LMP2 die Reifen nicht so schnell auf Temperaturen bekam, wie der schwere Daytona-Prototyp von Westbrook.

Brundle, dessen Morgan-Nissan das schnellste Auto in der Schlussphase des verblassten Langstreckenklassikers war, vermochte nicht zu kontern, denn schon nach einer Runde wurde nach einem Kontakt zwischen Scott Pruett (Ganassi-Riley-Ford) und Renger van der Zande (Starworks-Formula Le Mans) wieder Gelb gezeigt. Das Rennen wurde zwar für die letzte Runde nochmals freigeben, doch da war Westbrook und Teamkollege Michael Valiante der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Westbrook/Valiante abwechselten in den ersten fünf Rennstunden an der Spitze mit Christian Fittipaldi /Joao Barbosa (Action Express-Coyote-Chevrolet) ab, der Morgan-Nissan von Brundle, Ho-Pin Tung und Gustavo Yacaman lag immer in Schlagdistanz. 65 Minuten vor dem Rennende übernahm Yacaman die Führung von Valiante und setzte sich ab, doch bis zum Rennende hätte der LMP2 noch einmal mehr tanken müssen als der Spirit of Daytona-Coyote-Chevy – oder eine Gelbphase zum Spritsparen gebraucht. Die ersehnte Gelbphase, die Schlussfahrer Brundle ins Ziel gerettet hätte kam, brachte aber letztendlich Platz zwei und nicht den erhofften ersten Saisonsieg. Brundle/Pin-Tung/Yacaman fuhren dennoch mit Platz zwei ihr bestes Saisonergebnis ein, dahinter belegten die beiden beiden Action Express-Coyote-Chevy von Fittipaldi/Barbosa und Frisselle/Fogarty Rang drei und vier.

Den GTLM-Klassensieg machten Corvette und die Dodge Viper in Watkins Glen unter sich aus. Die beiden Werks-Corvette dominierten das Rennen und standen vor einem Doppelsieg, doch dann mussten Gavin/Milner nach einem Kontakt mit einem Flying Lizard-Audi eine Strafe absitzen und wurden Vierte.
Antonio Garcia/Jan Magnussen holten sich in ihrer Corvette den dritten Sieg in Folge vor den beiden Dodge Viper SRT mit Dominik Farnbacher/Marc Goossens und Jonathan Bomarito/Kuno Wittmer.
Tandy/Lietz/Pilet landeten im besten Porsche 911 RSR auf Rang fünf vor Dirk Müller/John Edwards im BMW Z4 GTE. Pierre Kaffer wurde im Risi-Ferrari 458 Italia mit Giancarlo Fisichella Siebter.

Dane Cameron und Markus Palttala dominierten im Turner-BMW Z4 GT3 die GTD-Klasse und fuhren vor dem Ferrari 458 Italia von Townsend Bell/Bill Sweedler zu einem deutlichen Sieg.
Sebastian Asch, der erstmals im Porsche 911 GT America von Magnus Racing startete, fuhr mit John Potter und Andy Lally noch als Dritter auf das Podium. 24h-Nürburgring-Sieger Christopher Haase wurde im Miller-Audi R8 Achter.

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