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24h Daytona: Honda-Sorgen, Taylors Le-Mans-Pläne

Von Oliver Runschke
Noch zu langsam: Neues LMP2-Coupé von Honda

Noch zu langsam: Neues LMP2-Coupé von Honda

Der neue Honda LMP2 ist noch ein Sorgen-LMP, Wayne Taylor arbeitet weiter am Le-Mans-Einsatz, kleines Aufgebot bei Audi und die Tücken von Daytona: Notizen vor dem «Rolex 24».

Wayne Taylor Racing plant weiter den ersten Einsatz bei den 24h von Le Mans. Das US-Team, das in Daytona mit einem Corvette DP antritt, hat einen Le-Mans-Startplatz in der LMP2-Klasse. Ob Ex-Rennfahrer Wayne Taylor den Einsatz stemmen kann, entscheidet sich am Wochenende. «Wir führen hier in Daytona noch einige Gespräche, bis Samstag wird sich entscheiden, ob es mit dem Le-Mans-Start klappt», sagte Taylor am Donnerstag. Mit welchen Technikpaket WTR in Le Mans antreten würde, ist noch offen. Sein in der USC eingesetzter Corvette Daytona Prototyp ist in Le Mans nicht zugelassen.

Das Renndebüt des neuen Honda ARX-04b von Tequila Patron ESM verläuft bisher mehr als harzig. Johannes van Overbeek stellte sein Honda-Coupé auf Startplatz 13 mit mehr als drei Sekunden Rückstand auf den Ligier-Honda von Shank, der vom identischen V6-Motor angetrieben wird. Besonders im kurvigen Infield fehlt dem Honda einiges. Van Overbeek: «Wir sind zu langsam, aber es gibt kein spezielles Problem, wir müssen insgesamt das Auto schneller machen.» Das Schwesterauto von Sharp/Dalziel/Heinemeier Hansson schaffte hingegen nach einem Defekt am Getriebegehäuse nur ein Dutzend Runden im ersten Training. Der LMP2 wurde erst am Sonntag verspätet fertiggestellt und bekommt nun über Nacht ein verbessertes Getriebehäuse verpasst.

Der Audi-Einsatz in Daytona in diesem Jahr überschaubar. In der kleinsten Klasse, der GTD-Klasse für GT3-Renner starten nur zwei R8 LMS von Paul Miller (mit René Rast und Christopher Haase) und Flying Lizard (Mit Markus Winkelhock). Bei Paul Miller Racing startet Haase in seine zweite USC-Saison. Der R8 LMS erhielt in diesem Jahr zur Steigerung des Topspeeds eine veränderte Aerodynamik mit einem breiteren Daytona-Prototypen-Heckflügel und neue Zusatzflügel («Flics») am Vorderwagen.

Nicki Mayr-Melnhof ist eine späte Ergänzung im Feld der GT-Klasse. Der Österreicher startet im Porsche 911 GT3 America gemeinsam mit Marc Basseng, Darryl O´Young, Porsche-Junior Connor de Philip und Nachwuchstalent Matteo Beretta. In Daytona fuhr Mayr-Melnhof bereits im vergangenen November einen Maserati MC12 GT1 von Michael Bartels bei den historischen 24 Stunden von Daytona. «Ein fantastisches Event», schwärmt Mayr-Melnhof über die historische Veranstaltung. Die Pläne von Bartels Vita4One-Team in Daytona mit einem BMW zu starten sind nicht zustande gekommen, Bartels arbeitet nun daran mit einem Z4 in der Pirelli World Challenge zu starten.

Jens Klingmann startet in Daytona erstmals im BMW Z4 GTE für das BMW-Werksteam von Bobby Rahal in der GTLM-Klasse. Klingmann startet gemeinsam mit Lucas Luhr, Graham Rahal und John Edwards. «Es ist geplant, dass ich mit Lucas Luhr und John Edwards auch in Sebring und beim Petit Le Mans starte», so Klingmann.

Nach dem Vortest in Daytona vor 14 Tagen blieben die Einstufungen in der Prototypen-Klasse weitgehend unverändert. Der Ligier-Judd LMP2 von Krohn Racing (Brundle/Pla/Krohn/Jönsson) durfte allerdings zum Rennwochenende nun satte 40 Kilo ausladen. Beim Vortest fehlt dem Ligier mit Judd V8 noch rund eine Sekunde auf den Ligier von Shank Racing mit einem Honda-V6-Turbo. Durch die Gewichtsanpassung hat der Krohn-Ligier nun aufgeholt, dem Judd-Motor mangelt es aber weiterhin an Topspeed. 

Die Steilkurven machen Daytona einzigartig, die ungewöhnliche Streckencharakteristik fordert aber auch eine spezielle Fahrzeugabstimmung. Mit dem Set-Up von Daytona wird auf keiner anderen Strecke gefahren, alleine der Reifendruck ist 20% höher als auf anderen Strecken. Aufgrund der Steilkurven sind vom Reglement Sturzwerte vorgeschrieben, die ein Grad geringer sind, als auf anderen Strecken.

Bei keinem anderen Langstreckenrennen ist die Nacht so lang wie in Daytona: Sonnenaufgang erst um kurz nach 07:00 Uhr, um 18:00 Uhr geht die Sonne unter.

Die 24h von Daytona zählen zum «North American Endurance Cup», einer Sub-Wertung der United SportsCar Championship in der die Rennen in Daytona, die 12h von Sebring, die 6h Watkins Glen und das «Petit Le Mans» gewertet werden. Punkte für den Cup werden in Daytona jeweils nach 6, 12, 18 und 24 Stunden vergeben. 

53 Teams starten in die 24-Stunden mit insgesamt 196 Fahrern. Die Mehrzahl, exakt 117, kommt dabei aus dem Ausland und repräsentiert 27 verschiedene Nationen.

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