WTCR Macau: Titelentscheidung fällt beim Finale

Von Rob La Salle
WTCR Macau: Titelentscheidung fällt beim Finale

WTCR Macau: Titelentscheidung fällt beim Finale

In den Häuserschluchten von Macau traf sich an diesem Wochenende der Tourenwagen-Weltcup zur vorletzten Meisterschaftsrunde. Eine Vorentscheidung im Titelkampf blieb dabei aus.

Denn sowohl Hyundai-Werkspilot Michelisz (HUN) als auch der Argentinier Esteban Guerrieri im Honda des deutschen Teams All-inkl.com Münnich Motorsport hatten es schwer. Statt ihrer brillierten die Piloten der chinesischen Marke Lynk & Co, die alle drei Rennsiege auf dem 6,2-km-Kurs einfuhren. Yvan Muller (FRA) konnte zwei Läufe für sich entscheiden, Markenkollege Andy Priaulx (GBR) siegte im dritten Heat.

Muller schloss damit zur Spitze auf, aus dem Titelfight wird ein Dreikampf. Beim Finale im malaysischen Sepang (13. – 15. Dezember) wird sich nun zeigen, wer sich endgültig durchsetzen kann – der WTCR steht ein äußerst spannendes Finale bevor!

Norbert Michelisz, der als Tabellenführer nach Macau kam, konnte im ersten Rennen des Wochenendes am Samstag den zweiten Platz erobern, musste aber bereits im Qualifying für die Sonntagsläufe einen herben Rückschlag einstecken. Nach einem Unfall konnte er die Hoffnung auf eine große Punktausbeute begraben – am Ende reichte es zu einem zehnten und einem zwölften Platz.

Auch Titelrivale Esteban Guerrieri hatte sich das Wochenende gewiss anders vorgestellt: Im ersten Rennen schaffte er es nicht bis ins Ziel, dafür war er am Sonntag erfolgreicher. Als Zehnter des zweiten Qualifyings hatte er die Pole-Position für Rennen 2 erobert, das in der WTCR jeweils für die Top 10 in umgekehrter Reihenfolge des Quali-Ergebnisses gestartet wird.

Doch eine Grid-Strafe warf ihn auf Platz vier zurück, auf dem er das Rennen auch beendete. In Rennen drei sah er die Zielflagge als Zehnter. Er erntete damit insgesamt 19 Punkte am Wochenende, während Michelisz 30 Zähler sammelte und seinen knappen Vorsprung ein wenig ausbauen konnte.

Besser lief es für den großen Sieger des Wochenendes: Yvan Muller setzte im Lynk & Co seine mit fünf Meisterschaftszählern belohnte Pole-Position in Rennen 1 in einen makellosen Sieg um. In Rennen zwei schaffte er es auf dem schwierigen Stadtkurs, die fünfte Startposition in einen zweiten Rennsieg umzumünzen.

In Rennen drei schließlich wurde er sechster und konnte sich damit nochmals zehn Punkte gutschreiben lassen, sodass am Ende 65 Meisterschaftszähler und die unmittelbare Schlagdistanz auf Tabellenplatz zwei zusammenkamen. Hoch zufrieden dürfte auch Kevin Ceccon (Team Mulsanne) aus Macau abgereist sein, der in seiner Alfa Romeo Giulietta TCR zwei Mal den Sprung aufs Podium schaffte.

Huff: Rekord nicht ausgebaut

Der Brite Rob Huff trat in Macau an, um seinen eigenen Rekord zu knacken: Mit einem zehnten Rennsieg hätte er seine erstaunliche Erfolgsbilanz noch einmal ausbauen können, doch soweit kam es nicht: Es blieb bei insgesamt neun Triumphen, nachdem er die Pole Position in Rennen drei nicht umsetzen konnte – am Ende blieb dem VW-Piloten mit Platz zwei dennoch ein Podestplatz und der Trost, weiterhin der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten auf dem legendären Stadtkurs zu sein.

Jean-Karl Vernay (FRA) eroberte in diesem dritten Lauf Rang drei für das Team Audi Sport. Huffs Volkswagen-Teamkollege Johan Kristoffersson, der zweifache Rallycross-Weltmeister, schloss das Wochenende mit Platz fünf in Rennen zwei und Rang vier im dritten Umlauf als bester Rookie ab. Der deutsche Rookie Luca Engstler, der von Hyundai als Ersatzmann für Augusto Farfus nominiert worden war, konnte im dritten Rennen seine ersten WTCR-Punkte sammeln: Zwei Zähler bekam er für den 14. Platz, nachdem er zuvor in Rennen 1 als 16. abgewinkt wurde und in Rennen 2 einen Ausfall hinnehmen musste.

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