Yamaha R6-Dunlop-Cup: Und wieder Niki Tuuli

Von Andreas Gemeinhardt
Yamaha R6 Cup
Yamaha R6 Dunlop Cup Schleizer Dreieck

Yamaha R6 Dunlop Cup Schleizer Dreieck

Ist der Finne Niki Tuuli, der in Schleiz seinen vierten Saisonsieg feierte, auf dem Weg zum Titelgewinn im Yamaha R6-Dunlop-Cup noch aufzuhalten?

Mit dem Sieg in Schleiz, seinem vierten in Folge, hat Niki Tuuli seinen Vorsprung im Gesamtklassement des Yamaha R6-Dunlop-Cups auf 45 Punkte ausgebaut. Damit würde dem 16-jährigen Finnen beim vorletzten Rennen auf dem Sachsenring ein elfter Platz reichen, um sich vorzeitig den Cup-Sieg zu sichern.

Tuuli siegte am Sonntag auf der Naturrennstrecke in Thüringen vor Manou Antweiler (D) und Toprak Razgatlioglu (TK). Ein Unfall in der ersten Kurve, in den Marcel Weihe (D), Andreas Klambauer (A) und Patryk Kosiniak (PL) verwickelt waren, sorgte unmittelbar nach dem Start für eine Gelb-Phase. «Ich konnte zwar gleich die Führung übernehmen, aber wegen des Unfalls mussten wir uns in den ersten zwei Runden zurückhalten», erklärte Tuuli. «Als die gelben Flaggen weg waren, habe ich aufs Tempo gedrückt, ich konnte mich etwas absetzen und das Rennen kontrollieren. Doch in der vorletzten Runde wurde ich beim Überrunden aufgehalten, und schon war Manou wieder an meinem Hinterrad dran. Deshalb wurde es noch einmal richtig knapp.»

Manou Antweiler fehlten im Ziel nur zwei Zehntelsekunden zu seinem zweiten Saisonsieg. Der Norddeutsche, der sich am Tag zuvor mit der Trainingsbestzeit selbst das schönste Geschenk zum 17. Geburtstag gemacht hatte, nahm’s gelassen: «Ich habe trotz des Rückstands immer an meine Chance geglaubt und das ganze Rennen über gepusht. Am Ende hätte es fast noch geklappt. Ich wollte in der letzten Schikane noch einen Angriff setzen, war auch schon neben Niki, aber wir waren voll am Limit, und wenn ich das Manöver durchgezogen hätte, wären wir möglicherweise beide abgeflogen. Das wollte ich nicht riskieren.» Immerhin hatte Antweiler mit einer Zeit von 1:30.458 Minuten den zwei Jahre alten Yamaha-Cup-Rundenrekord von Markus Reiterberger ausgelöscht.

Toprak Razgatlioglu stand wie am Red Bull Ring und in Assen auf dem Podest, diesmal als Dritter. «Ich habe versucht, an Manou dranzubleiben, konnte zwischenzeitlich auch aufschliessen, aber bei meinen Sturz am Freitag ging wertvolle Trainingszeit verloren, deshalb war mein Set-up nicht ganz perfekt, sonst wäre vielleicht noch mehr gegangen», berichtete der erst 15 Jahre alte Türke. Marco Nekvasil (A) musste diesmal mit Platz vier vorliebnehmen, verteidigte damit aber den zweiten Rang in der Meisterschaft. Nekvasil bleibt zusammen mit Marc Buchner (D/Platz 5) der einzige Fahrer, der rechnerisch noch Chancen auf den Titel hat.

Philippe von Gunten (CH) holte sich den sechsten Platz vor Toni Riedel (D), Max Fritzsch (D), Robert Neubert (D), Alain Bonnet (F), Danny Märtz (D), Ville Valtonen (FIN), Dominik Engelen (D), Patrik Zupancic (D) und Reto-Luc Wiederkehr (CH). Pech hatte Julian Puffe (D) bei seinem Heimrennen. Der 15-jährige Schleizer musste in der sechsten Runde an zehnter Stelle in die Box fahren, nachdem aufgewirbelte Steine seinen Kühler beschädigt hatten und die Motortemperatur zu hoch wurde.

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