Kommt Spyker bald wieder zurück in den Motorsport?

Von Oliver Müller
24h Le Mans
Der Spyker C8 Laviolette GT2-R bei den 24h von Le Mans 2009

Der Spyker C8 Laviolette GT2-R bei den 24h von Le Mans 2009

Von 2002 bis 2010 war Spyker mit seinen skurrilen Boliden in den Le-Mans-Serien bzw. bei den 24h Le Mans unterwegs. Jetzt gibt es eine Zusammenarbeit mit unter anderem Boris Rotenberg von BR Engineering.

Es war einer die Farbtupfer in der GT2-Klasse der Sportwagen-Welt. Zwischen 2002 und 2010 gab das niederländische Unternehmen Spyker mit diversen Modellen regelmäßig in den verschiedenen Le-Mans-Serien und somit auch bei den legendären 24 Stunden von Le Mans Gas. So wurde für ordentlich Abwechslung in der seinerzeit hauptsächlich von Ferrari und Porsche bestimmten Kategorie gesorgt.

Auch in der Formel 1 war Spyker in den Jahren 2006 und 2007 unterwegs, als der Midland-Rennstall (zuvor Jordan) übernommen wurde. 2010 machte Spyker dann in der Automotive-Branche Schlagzeilen, indem der schwedische Autohersteller Saab gekauft wurde. Danach hatte das Unternehmen einige Schwierigkeiten und so wurde der Motorsport schließlich eingestellt.

Doch nun könnte eine Rückkehr auf die Rennstrecke bevorstehen. Denn Spyker hat eine weitreichende Zusammenarbeit zwischen diversen Unternehmern verkündet. Dabei handelt es sich um Boris Rotenberg, den Inhaber von beispielsweise SMP Racing und BR Engineering, dessen Geschäftspartner Michail Pessis und eben auch und Spyker-Chef Victor R. Muller.

«Die Kooperationsvereinbarung, die wir heute unterzeichnet haben, ist der Höhepunkt unserer monatelangen Bemühungen, ein solides Spyker-Unternehmen aufzubauen, das sowohl über technische als auch finanzielle Mittel verfügt, um seine Geschäftsziele zu erreichen. Ich danke Boris Rotenberg und Michail Pessis für das Vertrauen, das sie uns entgegengebracht haben», erklärte Victor R. Muller.

Ab 2021 soll wieder damit begonnen werden, Spyker-Fahrzeuge zu produzieren. Hier wurden Namen wie Spyker C8 Preliator, Spyker D8 Peking-to-Paris SSUV und Spyker B6 Venator genannt. In der Vergangenheit wurden insgesamt bereits 265 Straßenautos von Spyker gebaut.

Spyker hat ebenfalls verkündet, dass es sich von selbst verstünde, wieder in den internationalen Motorsport zurückzukommen. Hierbei könnte sicherlich Boris Rotenberg eine wichtige Rolle spielen. Der Russe ist in den letzten Jahren vor allem in der LMP-Szene aufgetreten.

Nachdem er zunächst einen eigenen LMP2 bauen ließ, stieg Rotenberg mit seinem Unternehmen BR Engineering 2018 sogar in die LMP1-Klasse auf. Dafür entstand bei den Spezialisten von Dallara der BR1. Dieses Fahrzeug holte 2019 bei den 24 Stunden von Le Mans hinter den beiden Werks-Toyota TS050 Hybrid Gesamtrang drei. Danach wurde das LMP1-Programm jedoch eingestellt. Aktuell ist noch unklar, wie ein zukünftiges motorsportliches Engagement von Spyker aussehen könnte.

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