24h Le Mans: Toyota mit Turbo-Problemen in der Nacht

Von Oliver Müller
24h Le Mans
Beim Toyota TS050 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López wurde in der Garage der Turbo gewechselt

Beim Toyota TS050 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López wurde in der Garage der Turbo gewechselt

Der lange Zeit führende Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López fällt weit zurück. Zweiter Toyota bei 24h Le Mans an der Spitze. Aston Martin in GTE-Klasse vorne. Das ist der nächste Zwischenbericht.

Bei den 24 Stunden von Le Mans haben die Morgenstunden begonnen. Doch in der Nacht gab es ein großes Drama beim lange führenden (und eigentlich auch dominierenden) Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López. Gegen drei Uhr morgens musste das Fahrzeug unplanmäßig die Box anlaufen. Der TS050 Hybrid wurde in die Garage geschoben und die Haube geöffnet, da ein Wechsel des Turbos durchgeführt werden musste.

Dies dauerte circa 30 Minuten und warf den Leader auf Position vier im Gesamtklassement zurück. Das Rennen führt nun der zweite Toyota mit Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Kazuki Nakajima an. Aber auch dieser Wagen ist immer wieder von technischen Nicklichkeiten geplagt. Nach einem Reifenschaden zu Beginn, und einer Reinigung der Bremsbelüftung wurde in der Nacht letztendlich sogar das komplette Kanalsystem ausgetauscht, welches die kalte Luft hin zu den Bremsen leitet.

«Zu Beginn des Rennens hatten wir einige Schwierigkeiten und auch Probleme mit der Bremskühlung. Als ich endlich im Auto war, beschlossen wir, das System unter Safety-Car-Bedingungen zu tauschen. Wir haben eine Runde verloren. Aber es ist uns gelungen, den Schaden zu minimieren. Ich blieb einfach ruhig und konzentrierte mich auf meine Arbeit, weil es nachts immer schwierig zu fahren ist. Es war zudem nicht einfach, den Reifendruck hinter dem Safety Car zu managen», gab Nakajima einen Einblick.

Sein Wagen führt nun mit zwei Runden Vorsprung auf den Rebellion R13 von Gustavo Menezes, Norman Nato und Bruno Senna und mit drei Runden Vorsprung auf den Rebellion von Nathanaël Berthon, Louis Delétraz und Romain Dumas. Der zweite Toyota ist sechs Runden zurück. Ausgeschieden nach einem Crash ist hingegen mittlerweile der ENSO CLM vom ByKolles Racing Team mit Tom Dillmann, Bruno Spengler und Oliver Webb.

In der GTE-Pro-Klasse ist nun auch der Ferrari 488 GTE von Miguel Molina, Davide Rigon und Sam Bird wegen eines Reifenschaden aus der Entscheidung um den Sieg. Mit dem derzeit führenden Aston Martin von Alex Lynn, Maxime Martin und Harry Tincknell und dem Ferrari von James Calado, Alessandro Pier Guidi und Daniel Serra sind auch nur noch zwei Wagen in der Führungsrunde.

Die Führung in der LMP2 hat der Oreca 07 von Alex Brundle, Will Owen und Job van Uitert (United Autosports) inne. In der GTE-Am liegt der Aston Martin Vantage AMR von Jonny Adam, Charlie Eastwood und Salih Yoluç (TF Sport vorne).

Stand nach circa 15 Rennstunden

LMP1

Toyota #8 (Buemi/Hartley/Nakajima)
Rebellion #1 (Menezes/Nato/Senna)
Rebellion #3 (Berthon/Delétraz/Dumas)
Toyota #7 (Conway/Kobayashi/López)


GTE Pro
Aston Martin #97 (Lynn/Martin/Tincknell)
Ferrari #51 (Calado/Pier Guidi/Serra)
Aston Martin #95 (Sørensen/Thiim/Westbrook)
Porsche #91 (Bruni/Lietz/Makowiecki)
Ferrari #71 (Molina/Rigon/Bird)
Ferrari #82 (Bourdais/Pla/Gounon)
Porsche #92 (Christensen/Estre/Vanthoor)
Ferrari #63 (MacNeil/Segal/Vilander)

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