Dritter Platz und Sturz für Lukas Tulovic in Estoril

Von Helmut Ohner
Moto2-EM
Niki Tuuli, Yari Montella, Lukas Tulovic (vlnr.)

Niki Tuuli, Yari Montella, Lukas Tulovic (vlnr.)

Nach einem starken dritten Platz im ersten Saisonrennen der Moto2-Europameisterschaft musste der 20-jährige Deutsche Lukas Tulovic (Kiefer Racing) in zweiten Lauf einen herben Rückschlag einstecken.

Beim Auftakt der Moto2-Europameisterschaft im portugiesischen Estoril gelang Lukas Tulovic mit Platz 3 ein toller Einstand. Vor allem in den letzten Runden zeigte das 20-jährige Talent aus Eberbach Kampfgeist. Zu Mitte des Rennens bereits einige Sekunden hinter dem Drittplatzierten Alessandro Zaccone schnappte sich der Kalex-Pilot den enteilten Italiener. Nur wenige Tausendstelsekunden trennte beide auf dem Zielstrich.

«Mit dem dritten Platz im ersten Rennen ist uns ein erfreulicher Start in die Meisterschaft gelungen», zeigte sich der Deutsche aus dem Rhein-Neckar-Kreis von der Top-3-Platzierung erfreut. «Meine Leistung sowie das Ergebnis selbst waren gut für mein Selbstvertrauen. Ich war ein wenig überrascht, dass ich eine so starke Pace fahren konnte.»

«Mir war allerdings klar, dass ich hinter den Top-Jungs zulegen kann, wenn ich mir von ihnen etwas abschauen und einiges davon sofort adaptieren kann. Trotzdem konnte ich es zunächst kaum glauben, dass ich so flott unterwegs war. Der Rennverlauf selbst war keine einfache Angelegenheit. Ich musste bis zum Schluss hart kämpfen, um auf dem Podium zu landen. Dort oben habe ich mich aber riesig für mich und mein Team gefreut.»

«Angesichts der Tatsache, dass uns im Qualifying ein gutes Stück gefehlt hat, lief es im Rennen umso besser. Das war eine große Erleichterung für uns. Wie schon erwähnt, die Pace war richtig gut und zudem auch sehr konstant. Das hat uns für das zweite Rennen am Nachmittag sehr zuversichtlich gestimmt.»

Im zweiten Lauf setzte Tulovic alles daran, dieses Kunststück zu wiederholen. Nach einem guten Start lag er sogar kurz an der dritten Stelle, doch nach einigen anfänglichen Fehlern sah er sich plötzlich in einem harten Fight Alejandro Medina, Xavier Cardelus, Adam Norrodin und Piotr Biesiekirski verwickelt. Beim Versuch verlorenen Boden gutzumachen wurde bei Halbzeit sein Vorwärtsdrang jäh durch einen Sturz gestoppt.

«Mein Start in den zweiten Lauf war ebenfalls okay. Doch leider habe ich am Anfang gleich ein, zwei Fehler gemacht. Abgesehen davon hatte ich Probleme das Motorrad zu stoppen. Darüber hinaus waren die Grip-Verhältnisse wegen der höheren Temperaturen ein wenig anders. Es war daher von Beginn an ungleich schwieriger. Trotzdem habe ich mich nach meinen Fehlern wieder bis auf Rang vier nach vorn gearbeitet und wollte die Lücke zum Dritten unbedingt schließen.»

«Vom Gefühl her war ich auch einen Tick schneller und bin immer ein Stück nähergekommen. Bis ins Ziel wären noch acht oder neun Runden zu fahren gewesen. Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass es wieder für das Podium gereicht hätte. Leider ist mir aber am Ende der Gegengerade in Kurve sechs das Vorderrad eingeklappt. Es ist sehr ärgerlich und tut mir auch leid für das Team. Hinsichtlich der Meisterschaft wirkt sich der Ausfall doppelt negativ aus.»

«Ich bin froh, dass es in ein paar Tagen in Portimaõ schon wieder weitergeht. Dort stehen auch wieder zwei Rennen im Zeitplan. Bei diesen zwei Anlässen müssen wir also einiges wettmachen, was ich heute im zweiten Rennen weggeschmissen habe.»

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