Maxi Götz: «Titel im GT Masters ganz klar das Ziel»

Von Martina Müller
ADAC GT Masters
Maximilian Götz (li.) fährt 2020 wieder im Indy Dontje im ADAC GT Masters

Maximilian Götz (li.) fährt 2020 wieder im Indy Dontje im ADAC GT Masters

Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz spricht über seine Titelambitionen im ADAC GT Masters. Der Uffenheimer teilt sich das Fahrzeug wieder mit Indy Dontje. Außerdem erzählt er, was er während der Coronakrise zuhause macht.

Normalerweise sind Fahrer und Teams im April mitten in der Vorbereitung auf die anstehende Saison des ADAC GT Masters. Testfahrten, Fitnesstraining, Boxenstopptraining stehen jetzt eigentlich auf dem Plan. Doch wegen der aktuellen Coronakrise ist in diesem Jahr alles anders. So auch bei Maximilian Götz, der sich 2020 erneut mit Indy Dontje einen Mercedes-AMG GT3 bei HTP-Winward Motorsport teilt. «Ich versuche mich trotzdem so gut wie möglich vorzubereiten», sagt der Champion von 2012. «Ich mache Fitnesstraining und viel am Simulator. Zudem rede ich auch regelmäßig mit Partnern, dem Team und Mercedes-AMG. Aber ich mache auch Dinge, für die ich sonst wenig Zeit habe, denn jetzt ist sie da. Ich verbringe Zeit mit meiner Familie, sortiere Fotos auf dem Laptop oder mache Frühjahrsputz.»

Wenn die Saison dann wieder losgeht, will Götz erneut um den Titel kämpfen. «Das ist ganz klar das Ziel. 2019 wurden wir Dritte und haben Platz zwei nur um einen Punkt verpasst. Jetzt soll es noch besser laufen. Aber natürlich spielen dabei immer viele Faktoren eine Rolle. Und die Konkurrenz im ADAC GT Masters wird in jedem Jahr stärker.» Dass er sich das Auto erneut mit dem Niederländer Indy Dontje teilt, freut den Uffenheimer. «Indy ist ein Toptyp. Ich verstehe mich menschlich mit ihm super, wir sind auf einer Wellenlänge. Er ist pfeilschnell, und was ich an ihm schätze, ist seine geringe Fehlerquote. Daher war für mich immer klar, dass ich die Zusammenarbeit weiterführen wollte.»

Das Einsatzauto von Götz und Dontje wurde von Mercedes-AMG für dieses Jahr überarbeitet und erhielt ein Evo-Kit. «Ich kenne den neuen GT3 schon gut. Ich war in die Entwicklung involviert und bin schon einige Kilometer damit gefahren. Zudem habe ich Ende 2019 in der VLN und in diesem Jahr bei den 12 Stunden von Bathurst, wo wir Dritte wurden, schon Rennen mit dem Auto bestritten. Vom Fahrverhalten ist es minimal anders, aber das Wichtigste bei der Weiterentwicklung war, dass wir Schwachstellen ausgemerzt haben und gegenüber der Konkurrenz nachgelegt haben. Optisch ist es auf jeden Fall ein Hingucker - vor allem die Front mit der großen Kühlöffnung und den Kiemen macht wirklich was her.»

Dass aktuell nicht getestet werden darf, macht den Umstieg auf das neue Auto jedoch nicht einfacher. «Das Set-up ist komplett anders und auch die Reifen von Pirelli sind neu. Deswegen wären Testfahrten hilfreich gewesen. Normalerweise braucht ein Team immer etwas, bis es ein neues Auto richtig versteht. Deswegen könnte es sein, dass wir zu Saisonbeginn etwas brauchen, bis wir ganz vorn dabei sind.»

Götz' Team HTP Motorsport kooperiert in diesem Jahr mit der US-amerikanischen Mannschaft Winward Racing, der 34-Jährige hofft auf Synergieeffekte. «Das Einsatzteam im ADAC GT Masters bleibt nahezu unverändert. Christian Hohenadel ist jedoch neu in der Führungsspitze unseres Rennstalls. Ich kenne ihn schon lange und bin schon einige Rennen mit ihm gefahren. Er ist sehr erfahren und bringt sicherlich neuen Schwung. Unsere Ingenieure werden auch GT3-Einsätze in den USA durchführen, dadurch stehen uns noch mehr Daten zur Verfügung, wovon wir sicherlich profitieren werden.»

Mit Raffaele Marciello, der sich ein Auto mit Philip Ellis teilt, bekommt Götz im Team einen schnellen und namhaften Teamkollegen, der sich in den vergangenen Jahren als einer der erfolgreichsten GT3-Piloten etabliert hat. Götz fürchtet die teaminterne Konkurrenz jedoch nicht: «Natürlich will man immer schneller sein als das Schwesterauto. Ich habe viel Respekt vor Raffaele, aber natürlich versuchen wir besser zu sein. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Raffaele ist ein guter Kerl, ich schätze ihn. Wir werden uns auf der Strecke hart bekämpfen, denn jeder will der Beste sein. Er ist eine Bereicherung für das ADAC GT Masters.»

Aufgrund der aktuellen Situation richtet Götz noch eine Botschaft an die Fans: «Auch wenn es gerade nicht einfach ist, haltet durch! Wenn die Zeit gekommen ist, kehren wir auf die Rennstrecke zurück. Ich bin mir sicher, dass wir dann eine tolle Saison bieten werden.»

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