Zoff um private GT2-Corvette

Von Oliver Runschke
Zankapfel Riley-GT2-Corvette

Zankapfel Riley-GT2-Corvette

Als ob GM nicht schon genug Probleme hätte, steht nun auch noch eine Klage von Chassisbauer Riley Technologies ins Haus.

Stein des Anstosses im Zwist zwischen GM und Riley: Die von Riley entwickelte GT2-Corvette. Ende 2007 startete Riley mit eigenen Mitteln und dem Segen von GM die Entwicklung einer Corvette für die GT2-Klasse. In Lou Gigliotti fand Bill Riley den ersten Kunden, bei sporadischen Starts in der letzten ALMS-Saison zeigte die privat entwickelte Corvette durchaus Potential.

Nach der Neuordnung des GT-Reglements im letzten Jahr entschied sich GM allerdings schließlich dazu, selbst ein GT2-Modell von Rennsportpartner Pratt & Miller auf Kiel legen zu lassen. Mit der Ankündigung, dass das Werk selbst Kundenautos aufbaut und verkauft, brach für Riley das erhoffte Geschäft mit der eigenen 525.000 US-Dollar teuren GT2-Corvette ein, bevor es richtig losging.

Riley sprang nach eigener Angabe nicht nur ein Kunde ab, aufgrund des angekündigten Werks-GT2 unterzeichnete GM auch nicht die nötigen FIA-Homologationspapiere der FIA. Damit können die beiden bisher von Riley gebauten Fahrzeuge zwar innerhalb der ALMS eingesetzt werden, allerdings ist ein Verkauf und Einsatz in der FIA GT-Meisterschaft ausgeschlossen.

Nach Angaben des «Charlotte Observer» reichte Riley Technologies aus Mooresville in North Carolina nun Klage gegen GM ein. Gegenstand der Klage: 14 Millionen US-Dollar. Nach Angaben von Riley liegen Vereinbarungen mit GM vor, die Riley die exklusiven Rechte für den Bau eines GT2-Modells zusichern.

Riley argumentiert durch Stornierung von Kunden etc. sei es zu einem direktem Umsatzausfall in Höhe von 2 Mio. US-Dollar gekommen, stolze 12 Mio. US-Dollar veranschlagt Riley für entgangene zukünftige Verkäufe und dem daraus resultierenden Ersatzteilgeschäft.

GM lehnte bisher eine Stellungnahme zu der von Riley eingereichten Klage ab.

Lou Gigliotti, der erste Kunde der Riley-Corvette, bewarb sich übrigens auch beim ACO für einen Startplatz bei den 24h Le Mans. Obwohl die Nennung unzweifelhaft eine große Bereicherung für die GT2-Klasse gewesen wäre und sich der ACO nach einen Hausbesuch mit Fahrzeuginspektion bei Gigliotti sehr zufrieden zeigte, lehnte die Franzosen die Nennung ab. Ein Schelm wer böses denkt.

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