Comeback in Kent: Sprint Series in Brands Hatch

Von Oliver Runschke
Blancpain Sprint Series
Farnbacher startet mit einem Porsche in England

Farnbacher startet mit einem Porsche in England

Erstes bedeutendes internationales GT-Rennen in Brand Hatch seit 18 Jahren: Die Blancpain Sprint Series startet am Wochenende zur zweiten Runde in England.

Brand Hatch, 8. September 1996: Auf der englischen Traditionsstrecke gehen die Gulf Oil Four Hours über die Bühne, siebter von elf Läufen der von Stéphane Ratel, Jürgen Barth und Patrick Peter initiierten BPR-GT-Meisterschaft. Das Besondere an dem Rennen vor 18 Jahren: Der damals neue Porsche 911 (993) GT1 absolviert seinen ersten Renneinsatz ausserhalb von Le Mans in den Händen von Hans-Joachim Stuck und Thierry Boutsen. Stuck stellt den Porsche mit einer Sekunde vor dem Gulf-McLaren F1 von James Weaver auf die Pole und siegt mit Boutsen mit einer Runde Vorsprung vor dem Harrods-McLaren von Andy Wallace/Olivier Groulliard. Das Vier-Stunden-Rennen im Herbst 1996 sollte für zwei fast Dekaden das letzte grosse internationale Sportwagenrennen in Brand Hatch bleiben, denn abgesehen von Auftritten der GT Open gab es in den vergangenen Jahre nur noch nationale Rennen auf dem Traditionskurs in der Grafschaft Kent.

Nach 18 Jahren kehrt Stéphane Ratel nun am Wochenende mit seiner Blancpain Sprint Series zurück, die in Brand Hatch zum zweiten Lauf startet. Das Feld ist allerdings deutlich anders als damals. Setzten seinerzeit 24 von 44 Teilnehmern auf Porsche, startet an diesem Wochenende startet ein Elfer und selbst das ist eine Ausnahme. Farnbacher Racing wagt nach einem sehr harzigen Saisonstart im ADAC GT Masters einen Gaststart mit einem 911 GT3 R in der Sprint Series. Sollte Farnbacher die Pirelli-Einheitsreifen, die den Porsche-Teams schon in der Endurance-Series im vergangenen Jahr Kopfzerbrechen bereiteten, zum Arbeiten bekommen, geben Porsche-Werksfahrer Nick Tandy und Philipp Frommenwiler im Farnbacher-Elfer eine ernstzunehmende Paarung ab.

Aufgerüstet hat auch Reiter Engineering: Tomas Enge und Stefan Rosina sollen im einem Lamborghini Gallardo FL2 um den Gesamtsieg kämpfen, dafür bleibt der Gallardo von Marc A. Hayek und Peter Kox in der Garage. Hayek/Kox verzichteten bereits auf den Start beim ADAC GT Masters in Zandvoort und werden auch beim Rennen auf dem Lausitzring aussetzen. Im Pro-Am-Cup hätten sie in Brand Hatch im Gegensatz zum ersten Lauf in Brands Hatch Gegner in ihrer Klasse gehabt. Basseng/Latif (Phoenix-Audi), deren Audi R8 nach einem Abflug bei einem Test in Zandvoort in der vergangenen Woche erst wieder gerade gebogen werden musste und der Grasser-Lamborghini Gallardo FL2 von Sascha Halek/Stefan Landmann starten ab nun ebenfalls im Pro-Am-Cup.

Insgesamt 20 Fahrzeuge stehen so auf der vorläufigen Nennliste für die beiden Rennen in Brands Hatch, ausser den Neuzugängen im Porsche und Lamborghini gibt es kaum Neuerungen. Das britische Fortec-Team hat einen von zwei Mercedes SLS AMG zurückgezogen, im verbliebenen Flügeltürer startet Armaan Ebrahim mit Miguel Toril.

Roman Rusinov setzte beim Saisonstart in Nogaro aufgrund seiner Verpflichtungen in der FIA WEC noch aus und startet erstmals im WRT/G-Drive-Audi R8 LMS ultra mit Stéphane Ortelli.

Nelsinho Piquet fehlt am Wochenende in England und tobt anstatt dessen lieber in der Global-Rallye-Cross-Serie in den USA aus. Anstatt des Ex-F1-Piloten steigt Valdeno Brito zu Mattheus Stumpf in den BMW Z4 GT3.

Nach dem quälend langen Vier-Tages-Programm beim Saisonstart in Nogaro geht die Veranstaltung in Brands Hatch an zwei Tagen über die Bühne. Die beiden Rennen werden am Sonntag um 11:30 Uhr und um 15:45 Uhr gestartet und wie üblich live auf der Website der Blancpain Sprint Series unter www.blancpain-gt-series.com im Stream übertragen. Eurosport überträgt das Qualifyingrennen live ab 11:15 Uhr.

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