Saarland - Fabio Schwarz: «Die Pace hat gestimmt»

Von Toni Hoffmann
Fabio Schwarz

Fabio Schwarz

10. Gesamtplatz für den 17jährigen Fabio Schwarz, Sohn von Armin Schwarz, beim fünften Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft, zehn Top 10-Zeiten bei den 14 Wertungsprüfungen.

Bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye, einem Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft, holte Fabio Schwarz zusammen mit seinem Stammbeifahrer Dennis Zenz dieses Wochenende einen hervorragenden 10. Gesamtplatz und wurden Sieger ihrer Klasse.

Fabio Schwarz fuhr die Saarland-Pfalz Rallye an diesem Wochenende zum ersten Mal und hatte dabei viel Spaß. «Bereits nach der Recce haben wir gesehen, wie interessant und unterschiedlich die Prüfungen sind. Es gibt schnelle und sehr technische Passagen, über Asphalt und teilweise auch Schotter.»

Gefahren ist der 17-Jährige diese Rallye in einem Ford Fiesta Rally3, einer Kategorie, die nur eine Klasse unter der höchsten liegt und die er in diesem Jahr nur einmal zuvor bei der Hunsrück-Rallye gefahren ist. «Es galt wieder, Erfahrung zu sammeln und möglichst viel zu lernen, gerade auf Asphalt», erklärt Schwarz jr..

Das Wochenende begann am Freitag mit vier Wertungsprüfungen, die Schwarz zum Eingewöhnen nutzte. «Wir sind motiviert in die Rallye gestartet und hatten einen soliden Freitag. Wir hatten zwar einige kleinere Probleme mit Untersteuern, die hat das Team jedoch super für Samstag korrigiert.» Am Samstag zeigte das 17-jährige deutsche Rallye-Talent, was in ihm steckt. So holte er bei der ersten Prüfung am Samstagmorgen die sechstschnellste Gesamtzeit und ließ dabei sogar einige Rally2-Autos hinter sich. «Das war wirklich eine sehr schnelle Zeit. Wir waren nur ca. 12 Sekunden hinter dem Fünften. Hier konnten wir zeigen, dass wir auf Schotter bereits viel gelernt haben», erklärt er.

Auch der Rest des Tages lief gut für Schwarz und Dennis Zenz. Von den insgesamt 10 Wertungsprüfungen am Samstag fuhren sie dreimal eine Top 6-Zeit und beendeten alle 10 Prüfungen in der Top 10. «Wir sind wirklich starke Zeiten gefahren», fasst er zusammen, «vor allem im Vergleich zu den Rally2-Fahrzeugen.»

«Es war unser Ziel, das Auto solide und ohne Risiko ins Ziel zu bringen, was uns gelungen ist. Zudem habe ich viel beim Reifen- und Bremsenmanagement gelernt, da diese bei den langen Asphalt-Prüfungen Tendenz zum Überhitzen haben. Da muss man sich die Prüfung schon gut einteilen. Das kannte ich bisher von den Schotter-Rallyes noch nicht. Zudem war die gesamte Rallye neu für uns, ich kannte keine der Wertungsprüfungen, also habe ich mein Risiko im Bereich des Kontrollierbaren gehalten.»

So holte Schwarz jr. zusammen mit Dennis Zenz den 10. Gesamtplatz, mit nur 6:51 Minuten Abstand zum Gesamtsieger. Die Pace stimmte das gesamt Wochenende über, was sich an den Zeiten ablesen ließ. «Natürlich gibt es noch viele Dinge, die wir verbessern können», erklärt Schwarz. «Diese Rallye hat gezeigt, dass wenn die Vorbereitung stimmt und alles zusammenspielt, wir richtig schnell sein können.»

Es waren nicht nur die Prüfungen, die ihn begeistert haben. «Ich möchte mich bei Dennis, meinem Team und unseren Partnern bedanken, die mich dieses Wochenende wieder toll unterstützt haben, vor allem bei ProWin und Bastuck, die im Saarland zu Hause sind. Und die Fans waren ebenfalls super. Es macht viel Spaß, vor heimischem Publikum zu fahren.»

Bereits in zwei Wochen bei der Rallye Bad Schmiedeberg kann Schwarz seine neuen Erfahrungen umsetzen. Neu wird allerdings sein, dass er zum ersten Mal in diesem Jahr auf einem Ford Fiesta Rally2 fahren wird, der höchsten Rallye-Klasse. Fabio konnte bereits im vergangenen Jahr bei der Louna Eesti Rallye erste Erfahrungen auf diesem Auto sammeln, als er einen 13. Gesamtplatz holte.

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