DTM: Das ändert sich durch die neuen Turbo-Motoren

Von Andreas Reiners
DTM
Der Audi-Testträger in Aktion

Der Audi-Testträger in Aktion

Der ultimative Ritt auf der Kanonenkugel – das ist es, was DTM-Chef Gerhard Berger immer wollte. Es ist der wohl meistzitierte Satz, wenn es darum geht, wie die DTM für die Fahrer sein soll.

Mit dem neuen Class-1-Reglement und den neuen Autos soll es 2019 in diese Richtung gehen. Mit mehr PS (rund 600 statt 500) zum Beispiel. Für Berger ist es «noch nicht der ultimative Ritt, aber es kommt ihm einen klaren Schritt näher. Die Resonanz, die wir von den Fans auf die neuen DTM-Autos erhalten, spricht auch eine deutliche Sprache».

Für ihn selbst sehen die neuen Boliden «noch aggressiver aus. Grund sind die vielen Öffnungen im Frontbereich, die der gestiegenen Kühlluftzufuhr für die neuen Turbomotoren geschuldet sind».

Es kommen aber weit mehr Änderungen auf die Serie und die Beteiligten zu als rund 100 PS mehr. Zuletzt wurden zum Beispiel Details aus dem Technischen Reglement bekannt, wie ein Feintuning beim DRS oder das neue «Push-to-Pass». Außerdem wird das Auto 50 Kilogramm leichter (981 statt 1031 kg), was sich ebenfalls auswirken wird.

Im Zentrum der neuen DTM wird aber der neue Motor stehen. «Es wird eine neue, schwierige Aufgabe. Denn so ein Turbomotor ist in der Abstimmung viel schwieriger. Das heißt: Wir müssen sehr viel in die Fahrbarkeit des Motors investieren», erklärte Audis Motorsportchef Dieter Gass.

Gass weiter: «Gleichzeitig ist sehr wichtig: Wir fahren in der DTM jetzt mit einem Vierzylinder-Turbomotor, einem Effizienz-Motor also, den wir auch in sehr vielen unserer Serienfahrzeuge verwenden. Unsere Fahrer sind davon seit dem ersten Test total begeistert. Für sie ist die Mehrleistung deutlich spürbar. Der damit verbundene höhere Reifenverschleiß, vor allem bei den Antriebsrädern an der Hinterachse, wird fahrerisch besonders herausfordernd.»

Für Berger ist es besonders wichtig, dass die DTM praktisch auf Null gestellt wird: alles auf Anfang also.

«Für Fahrer und Techniker ändert sich einiges. Die Daten, die in den letzten Jahren mit den V8-Autos gesammelt wurden, sind nicht mehr brauchbar. Ansprechverhalten, Leistungsentfaltung und Drehmomentkurve der Turbomotoren sind anders – und damit für die Fahrer auch Bremspunkte, Kurvenradien und Fahrstil. Die Zähler stehen auf null. Das allein sorgt für Reiz und Spannung», sagte der Österreicher.


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