Neuer Name ab 2020: «D in DTM ist ein Stolperstein»

Von Andreas Reiners
DTM
DTM: Schritt für Schritt internationaler werden

DTM: Schritt für Schritt internationaler werden

Die DTM soll einen neuen Namen bekommen. Zur Disposition steht vor allem das «D» in DTM, für den deutschen Teil beim Tourenwagen Masters.

Gerhard Berger hat es schmerzlich erfahren müssen. Immer wieder. Das Gute bei der Suche nach einem Nachfolger für Mercedes war ja, dass der DTM-Chef ein ungefiltertes Feedback zum Ist-Zustand der Serie erhalten hat, als er unzählige Gespräche mit Herstellern geführt hat.

Bei vielen Herstellern herrscht noch immer das Vorurteil, die DTM sei so etwas wie ein deutscher Klub, wie es Berger mal beschrieb. Politik, Klüngel, Absprachen und Vetternwirtschaft – Relikte aus der Vergangenheit, die bei der Suche nicht geholfen haben. Die Anpassung des Seriennamens ist für 2020 vorgesehen.

Auch Audis Motorsportchef Dieter Gass hat die Erfahrung gemacht. «Wir haben in den letzten Jahren, wenn es darum ging, neue Hersteller für die DTM zu interessieren, immer wieder erfahren müssen: Das D im Markennamen DTM ist für internationale Hersteller ein Stolperstein. Deshalb begrüßen wir es auch, dass man der Internationalisierung mit einem neuen Namen Rechnung tragen wird», sagte Gass.

Er betonte zudem: «Wir haben Interesse an einer weiteren Internationalisierung. Eine solch hochwertige Meisterschaft wie die DTM nur in Deutschland, das ist mittel- und langfristig nur schwer zu platzieren und zu betreiben. Deshalb ist es sehr interessant und wichtig, sich weiter zu internationalisieren. Dafür ist die Teilnahme von Aston Martin ein erster wichtiger Schritt.»

Berger weiß aber, dass Hauruck-Aktionen nichts bringen. Weder beim Namen, noch beim Kalender.

Er sagt: «Ziel ist es, Schritt für Schritt internationaler zu werden und mehr Rennen auf globaler Ebene zu organisieren. Dabei gehen wir behutsam vor. Das kann man nicht von einem auf das andere Jahr erzwingen.»

Geht es um konkrete Vorschläge für einen neuen Namen der DTM, halten sich beide noch vornehm zurück. Gass erklärte: «Das wäre ein unpassender Vorstoß. Da lehne ich mich lieber zurück und lass mich überraschen, was die mit diesem Projekt beschäftigen Leute dazu rausbringen werden.»

«Es ist kein Geheimnis, dass wir daran arbeiten. Die stärkere internationale Ausprägung der Serie soll ab 2020 auch im Namen zum Ausdruck kommen. Aber es ist noch zu früh für erste Vorschläge», sagte Berger.


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