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DTM: Regenchaos, Abbruch und ein BMW-Sensationssieg

Von Andreas Reiners
Sheldon van der Linde

Sheldon van der Linde

Das achte Saisonrennen der DTM hatte es in sich: Neben Regenchaos und einem zwischenzeitlichen Abbruch gab es dank Sheldon van der Linde einen Sensationssieg für BMW.

Was für ein spektakuläres achtes DTM-Saisonrennen in Assen! Neben Regenchaos, Action und einem zwischenzeitlichen Abbruch bescherte der Wettergott BMW einen sensationellen Sieg durch Sheldon van der Linde.

Der Südafrikaner wurde dank einer risikoreichen Reifenstrategie nach vorne gespült: Er stoppte bereits in der zehnten Runde und arbeitete sich anschließend mit sehr schnellen Rundenzeiten virtuell nach vorne.

Von Startplatz 14 auf 1

Auch der Abbruch elf Minuten vor dem Ende brachte ihn nicht mehr aus dem Konzept. Zur Erinnerung: BMW war im Qualifying im Trockenen noch komplett chancenlos, van der Linde ging von Startplatz 14 (!) aus ins Rennen.

Audi verpasste nach einem starken Qualifying den Sieg, fuhr aber die Plätze zwei bis fünf ein. Auf das Podium schafften es Samstagssieger Robin Frijns und Nico Müller, dahinter wurden Loic Duval und Rene Rast Vierter und Fünfter.

In der Gesamtwertung verkürzte Frijns den Rückstand auf den Gesamtführenden Müller. Der Schweizer hat 164 Punkte, Frijns steht bei 138 Zählern. Rast muss mit 120 Punkten schon etwas abreißen lassen.

In die Punkte fuhren auch Timo Glock (BMW), Ferdinand Habsburg (WRT), Marco Wittmann, Philipp Eng und Lucas Auer (alle BMW) auf den Plätzen sechs bis zehn.

Regenschauer vor dem Start

Nachdem das Qualifying noch bei Sonnenschein stattfand, schüttete es vor dem Start wie aus Kübeln, weshalb sich der Start um zehn Minuten verzögerte und es zunächst Einführungsrunden hinter dem Safety Car gab.

Beim Start unter den schwierigen Streckenbedingungen kam Duval am besten weg, er setzte sich vor Frijns und Rast. Habsburg schoss ebenfalls nach vorne und schob sich vor Müller und Rockenfeller. Glock war als Siebter der beste BMW-Fahrer in der Anfangsphase.

Die Bedingungen blieben herausfordernd: Es war zwar seit Rennstart trocken, die Strecke blieb aber nass. Kurz vor Rennmitte übernahm Frijns die Führung von Duval, der sich vor Rast halten konnte. Dahinter: Müller, Glock, Rockenfeller und Habsburg.

Frijns flog förmlich davon, dahinter lieferte sich das Audi-Trio sehenswerte Kämpfe um die Plätze. Mittendrin: Endlich wieder mal ein BMW, Glock konnte das Tempo der Spitzengruppe mitgehen, brannte ein Feuerwerk ab und schob sich 20 Minuten vor dem Ende auf den zweiten Platz.

Nach den Boxenstopps lag van der Linde, der sehr früh gestoppt und sich mit schnellen Zeiten virtuell nach vorne gearbeitet hatte, in Führung vor Frijns, Müller, Glock, Duval und Rast. 13 Minuten vor dem Ende rauschte Rookie Fabio Scherer in die Streckenbegrenzung, nachdem es wieder angefangen hatte zu regnen. Die Rennleitung unterbrach das Rennen daraufhin für rund 15 Minuten mit einer Restzeit von 11:07 Minuten.

Der Restart erfolgte nach zwei Einführungsrunden hinter dem Safety Car, bei dem van der Linde die Führung behielt vor Frijns, Müller, Duval und Rast, Glock hatte direkt zwei Plätze verloren. Van der Linde ließ sich auf den letzten Runden nicht mehr aus dem Konzept bringen.

Kurze Pause

Es geht jetzt Schlag auf Schlag weiter, Zeit zum Durchatmen bleibt kaum. Bereits vom 11. bis 13. September steht das nächste Rennwochenende auf dem Programm, dann gastiert die DTM auf dem Nürburgring.

Möglicherweise dann wie jetzt in Assen vor Fans. «Momentan ist es so, dass wir auch am Nürburgring mit Zuschauern rechnen dürfen. Wir wissen noch nicht genau, wie groß die Zahl sein darf. Aber momentan ist es mit Zuschauern geplant», sagte DTM-Chef Gerhard Berger.

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