Mercedes in der DTM: Titelkampf, Support, Zukunft

Von Andreas Reiners
Maximilian Götz, Philip Ellis, Lucas Auer und Vincent Abril in ihren Mercedes-AMG GT3

Maximilian Götz, Philip Ellis, Lucas Auer und Vincent Abril in ihren Mercedes-AMG GT3

Sieben Mercedes-AMG GT3 sind 2021 permanent in der Startaufstellung vertreten. Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing, verrät, wie es weitergeht und wie die Unterstützung aussieht.

Fünf Teams treten 2021 mit insgesamt sieben Mercedes-AMG GT3 permanent in der DTM an. Die Marke mit dem Stern ist zahlenmäßig also stärker vertreten als die Konkurrenz von Audi (5), BMW (3), Ferrari (2) oder Lamborghini (2).

Wie geht es mit HRT, Winward, Mücke, GetSpeed oder GruppeM Racing weiter? «Die Teams haben nach Monza bereits angefangen anzufragen, wir befinden uns also in Gesprächen», sagte Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing.

Er bestätigt dabei: «Wir sind committed, in der DTM weiter zu machen. Wir wollen aber jetzt die Saison erst einmal zu Ende bringen. Und das ist die Antwort, die wir den Teamchefs geben. Danach werden wir uns zusammensetzen, die Saison analysieren und dann versuchen, im nächsten Jahr einen draufzulegen.»

Nun ist Maximilian Götz (HRT) der einzige Mercedes-Fahrer, der als Gesamtvierter mit 20 Punkten Rückstand auf die Spitze noch Chancen auf den Titel hat.

Wie sieht es denn mit der Unterstützung untereinander aus? Früher war es klar, dass die Teams den Titelkandidaten so gut es geht unterstützen, die Kräfte für einen Fahrer bündeln. In Zeiten der Kundenteams ist es ein bisschen anders.

«Wir haben von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedliche Interessen, wir haben alle möglichen Konstellationen am Start. Wir helfen uns, um das Maximale aus jedem einzelnen Auto und Fahrer herausholen zu können. Wir erwarten deshalb ein gewisses Bekenntnis, dass man im Sinne der Marke handelt», stellte Wendl klar.

Götz selbst weiß: «Das wird ein heißes Thema. Wir versuchen natürlich, das mal zu spielen. Es würde mich freuen, ich kann es aber nicht erzwingen oder mich darauf verlassen.»

Verlassen können sich die Teams hingegen seit Saisonbeginn auf eine Unterstützung beim Einsatz der Autos. Einzelheiten will Wendl nicht verraten, der Support umfasst aber Geld und auch Hilfe beim Fahrzeug. «Es gibt verschiedene Unterstützungsmodelle unter den verschiedenen Fahrzeugen. Das eine Team kommt mit einem Komplettpaket auf uns zu, hat eigentlich alles, möchte aber in das ganze Konstrukt eingegliedert werden. Das nächste Team hat einen Sponsor, braucht aber noch etwas dazu. Es sind individuell ausgehandelte und angepasste Unterstützungsmaßnahmen.»

So hat zum Beispiel jedes Team einen eigenen Performance-Ingenieur, der beratend zur Seite steht, der aber nicht aktiv in die Operation eingebunden ist. Jeder verpflichtet sich zudem dazu, Daten zu teilen, zum Beispiel zu Bremse, Lenkwinkel, Geschwindigkeit, Drehzahl oder Gang. «Die Daten werden nach jeder Session auf einen Server geladen, auf den die Teams Zugriff haben», Wendl.

Der Vorteil vieler Autos, so Wendl: «Man kann auf einzelne Sektoren schauen. Und so erreichen wir die Leistungsdichte. So sind zum Beispiel die Unterschiede von Qualifying 1 zu 2 noch kleiner. Das ist die Stärke, wie wir versuchen, die Autos insgesamt stark zu machen und die Fahrer nach vorne zu bringen.»


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