Franz Zorn: 7697 Kilometer für ein Eisspeedway-Rennen

Von Manuel Wüst
Eisspeedway-GP
Franz Zorn

Franz Zorn

Die Eisspeedway-Saison 2020/2021 war für die westeuropäischen Fahrer die kürzeste aller Zeiten und stellte sie aufgrund der vorherrschenden Corona-Situation vor unvorhersehbare Herausforderungen.

Franky Zorn fuhr in diesem Winter zwei Prädikatsrennen und konnte sich jeweils gut platzieren: Die Eisspeedway-EM in Polen beendete der Österreicher auf dem siebten Rang und bei der Weltmeisterschaft in Togliatti wurde er als Fünfter bester Nicht-Russe. Zwischen den Rennen weilte Zorn für diverse Trainings in Schweden, wo es von der Witterung und den geltenden Corona-Bestimmungen her möglich war zu trainieren.

Was Zorn dann auf sich nehmen musste, um an der Eisspeedway-Weltmeisterschaft teilzunehmen, war enorm. Allein die Strecke von Österreich über Stockholm und Helsinki nach St. Petersburg ist weit, ab Sankt Petersburg ging es für den 50-Jährigen noch mal rund 1700 km an Moskau vorbei und weiter nach Togliatti. Die Abreise erfolgte am 4. Februar, am Montag darauf kam Zorn in Togliatti an und konnte sogar noch eine Trainingsmöglichkeit nutzen. Im Gegensatz zu einem normalen WM-Kalender folgten in Russland keine weiteren Renntermine und so trat der Saalfeldener am 15. Februar die Heimreise an.

Ist diese Reise für ein Rennen schon verrückt genug, so muss man festhalten, dass Franky Zorn die komplette Route alleine fuhr! Mit 7697 Kilometern auf dem Tacho, wurde Zorn von den Fans zuhause mit einem Transparent empfangen: «Super cool der Empfang, das freut mich nach so einer langen Fahrt.»

Zorn wurde auf der Heimreise mit der Fähre zu allem Überdruss von den geänderten Einreisebestimmungen in Schweden überrascht. «Trotz aller Versuche konnte ich ohne PCR-Test nicht in Schweden einreisen, obwohl ich im Transit war», berichtete der ehemalige Vizeweltmeister. «Mit lautem und unhöflichem Organ schickte mich die schwedische Polizei 12 Stunden retour nach Finnland.» Am 19. Februar war Zorn wieder zuhause. «In jeder Hinsicht habe ich in dieser schwierigen und aufwändigen Saison alles gegeben.»

Einen weiteren Renneinsatz beim EM-Finale 2021 wird es in diesem Winter nicht mehr geben, denn das Rennen im polnischen Tomaszow Mazowiecki wurde vom März auf den 4. Dezember 2021 verschoben und soll dann wenn möglich mit Zuschauern stattfinden.

Endstand Eisspeedway-WM 2021:

1. Valeev 36+3 Punkte
2. Kononov 36+0
3. Khomitsevich 34
4. Ivanov 30
5. Zorn 22
6. Toloknov 22
7. Simon 21
8. Shishegov 18
9. Jell 16
10. Ala-Riihimäki 14
11. Anisimov 12
12. Hutla 11
13. Nekrassov 6
14. Divis 6
15. Iwema 5
16. Bauer 3
17. Krivonozhko 0

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