Franz Zorn: «Mein Körper wurde im Bus vergewaltigt»

Von Jan Sievers
Eisspeedway der Nationen
Österreich gewann mit Franz Zorn (li.) und Charly Ebner Bronze

Österreich gewann mit Franz Zorn (li.) und Charly Ebner Bronze

Zusammen mit Charly Ebner holte Franz Zorn für Österreich die Bronzemedaille bei der Eisspeedway-Team-WM in Shadrinsk. Eine Woche zuvor war damit nicht zu rechnen.

Mit wesentlich besseren Starts, einer höheren Endgeschwindigkeit und mehr Selbstvertrauen als noch in Astana, präsentierte sich Franky Zorn bei der Eisspeedway-Mannschafts-Weltmeisterschaft in Shadrinsk.

«Nach so einem Wochenende wie dem in Astana muss man sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit meiner Leistung», sagte Zorn zu SPEEDWEEK.com. «Bei mir ist das Vertrauen wieder da, die Starts waren viel besser, gegen die Russen habe ich sie gewonnen. Ich bin schon sehr zufrieden, auch mental zurückzukommen. Man muss das mental erst mal verkraften, wenn man nicht wie gewohnt abliefert.»

Dass keine Mannschaft aus eigener Kraft den Russen den Titel abspenstig machen kann, war im vornherein klar. Dass die Schweden die Favoriten auf Silber waren, stand ebenfalls schnell fest. Im Kampf um Bronze war Deutschland der Hauptkonkurrent, gegen den sich die Alpenrepublik durchsetzen konnten – mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

«Die Schweden waren um eine Klasse besser», hielt der 47-jährige Zorn fest. «Zwischen uns und Deutschland wusste man nicht wer stärker ist, sie waren auch stark. Mit der Teamleistung bin ich sehr zufrieden. Charly ist auch super gefahren, das Training hat sich ausbezahlt. Er hat die entscheidenden Punkte und keine Fehler gemacht. Ich habe in Shadrinsk nichts anders gemacht als in Astana. Ich hätte nicht geglaubt, dass sich 5400 km Anreise so auf den Körper auswirken. Ich bin gewaltig gut trainiert, aber der Kopf ist einfach zerstört. Man sieht genau, das Mentale ist wieder gerade und auch der Körper kommt schön langsam wieder. Den habe ich vergewaltigt, du trainierst und trainierst, bist super drauf, ich habe fast alles mit Abstand gewonnen. Auch gegen die Schweden in Abständen von 20 Metern und mehr und dann vergewaltigst du deinen Körper mit fünf Tagen im Bus sitzen.»

Ergebnisse Eisspeedway-Team-WM Shadrinsk/RUS:

1. Russland, 50 Punkte
Daniil Ivanov 10+7=17
Dmitry Khomitsevich 7+6=13
Dmitry Koltakov 8+12=20

2. Schweden 40
Ove Ledström 8+6=14
Niclas Svensson 8+10=18
Martin Haarahiltunen 4+4=8

3. Österreich 30
Franz Zorn 12+7=19
Charly Ebner 4+7=11

4. Deutschland 23
Hans Weber 5+2=7
Günther Bauer 5+6=11
Max Niedermaier 1+4=5

5. Tschechien 20
Radek Hutla 0
Lukas Hutla 8+10=8
Vladimir Visvader 1+1=2

6. Finnland 17
Matti Isoaho 7+7=14
Jussi Nyrönen 0
Rami Systa 2+1=3

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